Chemical Brothers – Catch Me I’m Falling

Als ich die neue Platte von den Chemical Brothers – „No Geography“ – das erste mal gehört habe, dachte ich sofort: die 90er sind zurück! Das klingt so schön old-school, dass ich sofort hin und weg war.

Und tatsächlich, Tom Rowlands hat bei Apple Music einen langen Kommentar zur Entstehung der Platte geschrieben und darauf verwiesen, dass sie die alten Sampler und Soundgeneratoren aus den 90ern wieder im Studio aufgebaut haben.

To sow that spirit of experimentalism into their ninth album, the pair exhumed the old samplers they used to make their first two albums. “I set up a corner of my studio that was ‘The 1997 Corner,’” Tom tells Apple Music. “It was very rudimentary, the sort of thing that I’d have set up in my bedroom a long time ago. There’s a particular sound in these old samplers, and their limitations spur you being more creative in how you use samples and throw things together.”

Mein Top-Hit der Platte ist das letzte Stück auf dem Album. Catch Me I’m Falling hat so einen tollen Synthesizer-Sound, der mich sofort gekriegt hat. Ich bekomme überalle Gänsehaut wenn ich den Song höre.

Tom Rowlands dazu:

“One of the sampled vocals is by Stephanie Dosen–we worked with her on Further and the score for Hanna–from a Snowbird track, which is her and Simon Raymonde, who used to be in the Cocteau Twins. The other is from [Emmanuel Laskey’s] ‘A Letter from Vietnam,’ this very emotive song from 1968. Stephanie’s singing in a different way—in a different room, in a different time—but the music we’ve written somehow brings these two disparate things together and makes new sense out of them. But it only makes sense if the thing at the end of it is something you want to listen to, something that moves you.”

Veröffentlicht in Musik von Thomas · Schlagwort:

Bluetooth Codec apt-X auf Mac OS X aktivieren

Wer zu Hause auch gern mal unkompliziert Musik vom Computer oder Smartphone auf die gute Wohnzimmer-Anlage (sowas gibt es in Zeiten von Sonos und Co. immernoch!) bringen möchte, der könnte auf Bluetooth zurück greifen. Nur leider kommt die Musik hier ziemlich matschig auf der Anlage an. Ein Codec namens apt-X schafft hier Abhilfe. Er komprimiert die Audioinformation stärker, sodass trotzdem eine hohe Übertragungsqualität gegeben ist. Bedingung: Sender und Empfänger müssen diesen Codec unterstützen.

An meiner Anlage hängt ein Bluetooth Receiver von Philips, der für wenig Geld apt-X-Empfang ermöglicht. Am Mac und an den Smartphones/Tablets habe ich bisher zum Senden immer einen BT-Adapter von Jaybird angesteckt. Aber zumindest mein iMac unterstützt bereits von Hause aus den Codec, was ich nicht wusste.

Besteht eine BT-Audioverbindung, kann man bei gedrückter Option-Taste auf das BT-Symbol in der Menüleiste von OS X klicken und erfährt beim Mouseover auf den Receiver, welcher Codec aktiv ist. Entweder ist es SBC (der Standard, also der stark verlustbehaftete), oder eben apt-X. Normalerweise erhält man apt-X am iMac nur, wenn die Audioverbindung hergestellt wird, nachdem maximal ein anderes Gerät verbunden ist. In der Praxis sind oft Tastatur und Maus (oder Trackpad) bereits als Eingabegeräte verbunden. Die Audioverbindung kommt dann als drittes dazu und erhält nur SBC-Support.

Einfache Lösung:

  1. Tastatur trennen
  2. Audioverbindung trennen (SBC)
  3. Audioverbindung herstellen (apt-X)
  4. Tastatur verbinden

Je nach Empfänger kann man den Codec nur sehen, wenn auch Musik aktiv übertragen wird. Also zum Test Wiedergabe starten und bei gedrückter Option-Taste das BT-Menü öffnen. Da sollte jetzt apt-X stehen.

Dauerhafte Lösung:
Um sich diese umständliche Prozedur (nicht wirklich umständlich, aber lästig) zu sparen, kann man auch mit Hilfe eines Apple-Developer-Tools die apt-X-Verbindung erzwingen. Dazu muss man den Bluetooth-Explorer (nach kurzer kostenloser Developer-Registrierung) runterladen und unter „Tools“ -> „Audio Options“ den Haken bei Force use of apt-X setzen:

Bluetooth Explorer

Fertig. Egal in welcher Reihenfolge nun die BT-Geräte verbunden werden, die Audioverbindung wird in apt-X aufgebaut. Alles, wie gesagt, unter der Voraussetzung, dass der Empfänger den Codec unterstützt. Eine Liste der unterstützenden Geräte findet man hier.

Spotify – Zugang aus Deutschland erschwert

Oha, im Moment scheinen keine Premium-Accounts für Nutzer aus Deutschland angelegt werden zu können (der Dienst ist hierzulande ja noch nicht offiziell gestartet). Was bei mir Anfang des Jahres noch geklappt hat und mir seitdem unbeschwerten Hörgenuss ermöglicht, ist nun offensichtlich für deutsche IPs geblockt.

LemonHead hat aber einen Weg gefunden, auch wenn er das nicht zugeben möchte 🙂

Also bin ich NICHT auf diese Seite gegangen, habe NICHT diesen Proxy benutzt, um NICHT darüber auf der Spotify Seite zu landen.

Des weiteren habe ich KEINE UK Adresse mit der Postleitzahl “BS155BY” dort angegeben, um letztendlich NICHT an der Free Variante hängen zu bleiben.

Wer noch keinen Account bei Spotify hat – LOS!

Squeezebox streamt jetzt Napster

squeezeboxSeit wenigen Tagen ist es möglich, mit den diversen Squeezeboxen von Slimdevices (bei mir verrichtet die Squeezebox Classic seine hervorragenden Dienste) den gesamten Napster-Katalog zu streamen. Man kann diverse Radios, Top-Listen und Staff-Picks auswählen, aber natürlich auch seine Napster-Bibliothek und den gesamten Napster-Inhalt (immerhin 7 Mio. Titel) durchsuchen und on Demand streamen. Das Ganze passiert in gewohnt smoother Squeezebox-Manier und geht butterweich von der Hand. Obendrein werden die Titel auch gleich durch die Squeezebox-interne Last.fm-Anbindung gescrobbelt.

Während ich an meinem Spotify-Artikel schrieb, habe ich noch darüber nachgedacht, wie schön es wäre ohne Rechner auf den Spotify-Inhalt zugreifen zu können. Eine Squeezebox-Einbindung stand dabei ganz oben auf meiner Wunschliste. Und nun kommt plötzlich Napster und macht das ganze wahr. Übrigens eigentlich auch nicht ganz so überraschend, denn mit dem Squeezebox-Konkurrenten Sonos hat man schon seit längerem eine Streaming-Kooperation laufen.

Wer mit seiner Squeezebox in den Genuss einer 30 Tage Probezeit mit dem Napster-Dienst kommen möchte, der muss lediglich auf Squeezenetwork.com auf “Probehören” klicken und hat sofort 30 Tage zur Verfügung. Ohne auf Napster ein Konto anlegen zu müssen oder Kontodaten zu hinterlegen.

Wenn einem der Service zusagt ist man hinterher mit 10 Euro pro Monat dabei (Napster to go für 15 Euro ist nicht erforderlich!).

In der aktuellen c’t (Heft 5/2009) nimmt man sich übrigens dem Vergleich zwischen Sonos, Logitech Squeezebox und Philips Streamium an, wobei Logitechs Klangwunder als klare Favoriten dank der Erweiterbarkeit hervorgehen.