tunesBag – besser als die Konkurrenz! (10 Invites zu vergeben)

Musikdienste, bei denen man die eigene Musiksammlung hochladen kann, um so überall auf seine Heavy Rotation zugreifen zu können, gibt es wie Sand am Meer. MP3tunes, Anywhere.FM, Mediamaster, Simfy und tunesBag beackern ein noch junges Feld.

Alle hier genannten Dienste habe ich in den vergangenen 12 Monaten (zu unterschiedlichen Zeiten) getestet. Und das Angebot der Stunde heißt für mich ganz klar tunesBag.

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TunesBag ist derzeit noch in einer frühen Betaphase. Mit jedem Update werden Bugs beseitigt, Funktionen erweitert und das etwas angestaubte Layout merklich aufgehübscht. Hansjörg Posch, der Gründer von tunesBag, ist für Feedback offen und reagiert schnell und fleißig auf selbiges in Blog und Google-Group .

Bemerkenswert an tunesBag ist der Mehrwert gegenüber den anderen Diensten. So ist er derzeit der einzige (der hier genannten), der die gespielten Tracks an das eigene Last.fm-Profil übermittelt. Kommentare, die man zu Songs abgeben kann, werden optional an Twitter gepostet. Weiterhin gibt es eine Integrations-Schnittstelle zu Facebook, über die man auch gleich seine Freunde importieren kann (weitere Funktionen werden folgen). Auch Mystrands (ähnlich Last.fm) und Friendfeed können mit tunesBag gefüttert werden.

morebutton

Was ich als besonders gelungen und praktisch erachte, ist die Integration von Youtube und Lyrics. Ein Klick auf den „More Options“-Button bringt eine Auswahl verschiedener Extras. So kann der Track auf eine Playlist gesetzt, der ID3-Tag editiert, oder eben Lyrics und Video angezeigt werden. Wählt man Lyrics oder Video, öffnet sich ein Overlay-Fenster und zeigt den gewünschten Inhalt. Gerade die Lyrics sind klasse integriert. Spielt man dagegen ein Video, wird der aktuelle Track pausiert und nach dem Schließen des Video-Overlays, kann an der pausierten Stelle fortgesetzt werden. Zu den Artists gibt es darüber hinaus auch noch die Möglichkeit, Flickr-Fotos zu suchen, was allerdings in einem eigenen Browser-Tab geschieht.

tunesbag videotunesbag lyrics

Simfy bietet zwar auch eine Flickr- und Youtube-Integration, aber hier nur auf der Übersichtsseite des Künstlers. Die Videos werden also nicht in Abhängigkeit zu einem ausgewählten Song präsentiert. Zwar somit eine Auswahl an Videos, insgesamt aber etwas umständlicher zu erreichen. Dafür werden Flickr-Fotos in einem Overlay angezeigt – die Seite muss also nicht verlassen werden.

Ein weiteres Plus von tunesBag gegenüber Simfy: die Usability. Zwar ist die Navigation auf den ersten Blick nicht immer selbsterklärend (Versuch macht klug) – dafür punktet tunesBag bei der Menüstruktur. Zwar ist diese etwas schnöde, dafür nutzt sie aber den Platz, der auf dem Bildschirm zur Verfügung steht besser aus, als es die eingeengte Struktur bei Simfy tut. Dort fällt die Übersicht dem schnieken Design zum Opfer.
Klickt man dagegen bei tunesBag auf einen Artist oder den Namen eines Freundes, öffnet sich ein interner neuer Tab. Die vormals angezeigte Playlist oder Library oder sonstwas bleibt im Hintergrund geöffnet.

(schließbare) Tabs

Musik (MP3, WMA) lädt man bei tunesBag über einen eigenen Uploader (erstmal nur Windows), oder über den Browser hoch. Dabei kann auch die Winamp- oder iTunes-Bibliothek ausgewählt werden. Platz ist derzeit für 5GB. Ähnlich zu Simfy, kann man Freunden erlauben, auf die eigenen Songs zuzugreifen. Diesen Zugang kann man 15 Personen erlauben und jederzeit wieder entziehen.

Noch ist tunesBag in private Beta, wird aber wohl ab 28. Juni frei zugänglich gemacht. Wer den Dienst aber jetzt gern testen möchte: ich hätte da noch 10 Invites zu vergeben.