Hitflip mutiert zum Witz

Hitflip stellt bekanntermaßen eine Online-Tauschplattform zur Verfügung, wo Bücher, Musik, Filme und Games getauscht werden können. Für ein gewünschtes Produkt muss der Interessent eine bestimmte Anzahl Tausch-Flips auf den Tisch legen, die auf das Tauschkonto des Verkäufers wandern. Ein Flip hat dabei circa einen Wert von 3 Euro.

Bis vor ein paar Monaten war die Anzahl der Flips, die für ein Produkt gezahlt werden müssen, am realen Preis angelehnt. Ein Buch für 20 Euro kostete dann zum Beispiel etwa 6 bis 7 Flips. Man konnte sich also im Grunde darauf verlassen, dass die Artikel einer fairen Preisgestaltung unterliegen.

Doch zu Beginn des Jahres führte Hitflip die Möglichkeit zur Selbstbestimmung des Flippreises ein. So kann jetzt jeder Nutzer selbst festlegen, wie viel er für seinen angebotenen Artikel haben möchte (willkommen bei eBay Sofort-Kauf). Der Interessent, der nach einem Artikel sucht, muss im Gegenzug auf seiner Merkliste nun auch noch den maximal akzeptablen Flippreis eintragen. Ein unnötiger Mehraufwand, anstatt, wie bisher, einfach wild ein paar Artikel auf die Merkliste zu packen.  Zwar wird von Hitflip der rechnerisch faire Flippreis angezeigt, doch eintragen muss ich ihn selbst.

Welcher Teufel die Betreiber zu diesem Schritt geritten hat, ist mir ein Rätsel. Denn es kam, wie es kommen musste, manche Nutzer nehmen die Preisbewertung der Flips (zur Erinnerung: ca. 3 Euro pro Flip) nicht ganz ernst und verlangen teilweise doch tatsächlich für ein Videospiel (ohne „Cover und Hoelle„) 155 Euro (55 Flips)! DA SCHLÄFT MIR DIE FRATZE EIN!

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