Adobe Media Player

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Und zack, da waren’s plötzlich zwei.

Joost hat Konkurrenz bekommen, denn Adobe hat heute seine AIR-Anwendung „Adobe Media Player“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine einfach zu bedienende Desktop/Web-Anwendung, mit der eine Schnittstelle zu redaktionell gepflegten Flash-Video-Inhalten bereitgestellt wird. Nutzer können aus mehreren Networks wählen (ähnlich den Channels bei Joost), welche Shows sie sehen wollen. Diese können optional als Favorites markiert werden, und der AMP (Download) lädt zukünftig automatisch den neuesten Content herunter. Neben allerlei Kleinkram sind unter anderem auch einige CBS-Serien abrufbar (Star Trek, CSI).

Die Bedienung des Players ist butterweich und wird auch in der bereits als Favorit markierten Show „Adobe Media Player Tutorials“ ausführlich erklärt. Somit findet man sich sofort zurecht und kann sich durch die Genres, Recent Videos, Featured Shows oder Networks klicken. Durchaus angenehm und schöner gelöst als bei Joost.

Der AMP fungiert dabei eher als Plattform zum organisieren und abspielen von Flash-Videos (auch der lokal auf Platte gespeicherten), denn als Inhalte-Lieferant. Zwar gibt es einige Tutorial-Shows zu Adobe-Produkten, den Löwenanteil stellen aber Dritte.

Ich finde AMP überraschend funktional und frisch, wenngleich die Inhalte mich noch nicht überzeugen. Auch ist die Auflösung der einzelnen Shows noch sehr unterschiedlich (je nach Anbieter) und teilweise unter Youtube-Niveau. Die Informationen zu einzelnen Sendungen sind noch nicht intuitiv zu finden (erst recht, wenn der Titel zu breit ist und man auf den Mouseover-Tooltip warten muss) und die Darstellungsübersicht bei Shows mit vielen Episoden ist noch verbesserungswürdig. Die Zukunft könnte aber rosig sein, wenn man vielleicht eigene Inhalte per Feed einbinden und sich so sein persönliches Web-Programm zusammenstellen kann.

Update: Gerade habe ich bei Download Squad gelesen, dass es eine etwas versteckte Feed-Option bereits gibt.