Deftiger Punk!

Daft Punk haben dieses Jahr die Welt bereist und neben zwei Konzerten in Deutschland (von denen ich natürlich nichts wußte) selbstverständlich auch in ihrem Heimatland Halt gemacht (einen Konzertbericht aus Düsseldorf mit tollen Bildern und kurzen Videos gibt es hier). Der Auftritt vor heimischem Publikum in Paris wurde nun auf CD veröffentlicht. Anhören könnt ihr euch die weiter unten.

Daft Punk – Alive 2007

31GK+u6-4GLDaft Punk ist Kunst. Alles, was die beiden Produzenten tun, fügt sich in ein Konzept. So sind die beiden seit dem „9/99-Bug“ nur noch mit Roboter-Helmen zu sehen. Ihre Live-Shows sind berüchtigt für ihre visuellen Effekte die vor Kraft nur so strotzen. Und das alles, gepaart mit dem stampfenden Sound ergibt ein Gesamteindruck, den eine Audio-CD eigentlich nicht wiedergeben kann. Drum sollte man sich mal das kurze (offizielle) Live-Video anschauen, oder die vielen Handy-Videos bei Youtube. Mit diesen Eindrücken im Kopf und den vielen tollen Fotos aus dem Booklet der Limited Edition *g* erhält man eine ungefähre Vorstellung, was zur Hölle in den riesigen Hallen abgegangen sein muss!

Das Live-Set besteht im Grunde aus allen Hits des Duos. Aus ihrem großen Fundus an Samples, Loops und Beats wurden viele der Stücke neu zusammengemischt und liefern tatsächlich teilweise eine neue Hörerfahrung. Etwa wenn Oh Yeah in Robot Rock hineingemischt wird. Gleich bei diesem Wechsel wird deutlich, wo die stärken der Live-Performance liegen: gnadenlose Kraft und ein Druck, dass dir die Ohren weg fliegen (wer’s probehört, weiß, was ich meine). In den ersten 20 Minuten hat man kaum Zeit zum Luft holen, so dicht ist die Atmopshäre, die Guy Manuel de Homen-Christo und Thomas Bengalter durch ihren Mix und den visuellen Höhepunkten schaffen. Das Publikum wird vom ersten Moment an zur Extase getrieben. Ich bekomme bei fast jedem wiederkehrenden Bass – der den Leuten die Schuhe ausgezogen haben muss, so breit ist der! – Gänsehaut. Immer wieder, bei jedem Hören der Platte. Großartig ist auch, wie einzelne Versatzstücke der Songs im Laufe des Konzerts immer wiederkehren und sofort vom frenetisch feiernden Publikum mit kollektivem Jubel begrüßt werden. So ist der Vocoder-Gesang von Around The World des öfteren zu hören, One More Time erklingt noch einmal in der Zugabe. Und Too Long scheint den Rahmen für ganze vier Stücke zu bieten.

In der Tracklist ist im Grunde alles vertreten (ich vermisse nur Digital Love): Around The World, Harder Better Faster Stronger, One More Time, Da Funk, Human After All, Music Sounds Better With You (Zugabe, nur auf Limited Edition), Crescendolls, Television Rules The Nation

Abschließend bleibt nur zu hoffen, dass es mal eine Live-DVD geben wird. Doch die Aussage der beiden Akteure, da sie nicht die Live-Atmosphäre einfangen können würde es auch keine geben, schmälert die Hoffnung erst einmal. So lange muss man halt mit Fan-Videos und Live-CDs vorlieb nehmen. Ans Herz legen möchte ich euch auch noch die Homepage zum Album, da hier einiges interessantes zur Biography und Chronologie steht. So kennen sich die beiden, seit sie zwölf sind und haben 1994 mit 19 Jahren ihren ersten Track veröffentlicht: Alive!

Zum Probehören habe ich das Album in mehrere Playlists unterteilt, damit man wenigstens etwas hin und her springen kann. Wechseln könnt ihr die Playlist über das Menü über dem Cover. Doppelklick auf gewünschten Song spielt ab da die Playlist.

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Veröffentlicht in Musik von Thomas · Schlagwort: