Identi.ca in neuer Version

Der Open-Source Microblogging-Server laconi.ca ist seit heute Nacht in der neuen Version 0.6.0 erhältlich. Auf dieser Plattform läuft der mit viel Hype gelaunchte Twitter-Konkurrent identi.ca. Durch das Server-Update haben auch in identi.ca somit neue Features Einzug gehalten, die vielen Twitter-Nutzern bisher fehlten:

  • Direct Messages
  • Favorites
  • integrierte Twitter-Bridge (man kann Dents parallel an Twitter senden und erhält die Nachrichten der dortigen Follower)
  • Invite-Funktion

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Muhh berichtet in seinem Blog, dass auch die Umlaute über die Twitter-Bridge nun funktionieren sollen. Nur dumm, dass ich meinen dortigen Account vor einigen Wochen gelöscht hatte. Jetzt hätte ich ihn glatt wieder nutzen können.

Günstiger Tanken

pic tanken150In Zukunft günstiger Tanken – ohne irgendwelche Punkte sammeln zu müssen. Vielleicht bald Realität.

Yingiz.com ist eine deutsche Verbrauchergemeinschaft. Sie unterhält mit sehr vielen Online-Shops eine Partnerbeziehung. Ist man bei yingiz angemeldet, erhält man „echte“ Provisionen (Euros! Keine Punkte!).

Da es eine Gemeinschaft ist, kann diese bei hoher Nachfrage auch besondere Deals mit Partnern ausmachen. Ein solcher Deal wird möglicherweise die yingiz-Tankkarte. Seit Wochen sind sie in Verhandlungen mit Mineralölkonzernen (Sogar das Fernsehen berichtete). Ziel ist ein Literpreis 10 bis 15 Cent unter dem Durschnittswert. Diesen erreicht man aber nur, wenn man eine ungefähre garantierte Abnahmemenge in die Verhandlung einwirft. Nur dann ist der Konzern zu Rabatten an der Zapfsäule bereit (Punkte geben kann ja jeder…).

Damit das was wird, muss sich das ganze noch weiter rumsprechen. Deshalb: auf zu yingiz, anmelden und günstiges Benzin wünschen (ungefähren Jahresverbrauch angeben) und Daumen drücken.

Last.fm und Pandora Favorites als Mixtape

Das Netz und seine Mashups. Toll waren schon pandoraFM (Pandora-Songs scrobbeln) oder LastTV (Youtube-Clipshow auf Grundlage des Last.fm-Profils).

Nun bietet Favtape.com die Möglichkeit, seine favorisierten Songs bei Last.fm (loved) oder Pandora (bookmark) als Playlist wiederzugeben, was bei den nativen Diensten aus rechtlichen Gründen nur in beschränktem Maße möglich ist.

Einfach den gewünschten Nutzernamen eingeben, und ab geht die Post. Sicherlich wird nicht jeder Track auffindbar sein, aber es ist eine nette Möglichkeit, schnell mal ein paar Songs zusammen zu stellen, die einem definitv gefallen.

(via livehacker)

Last.fm Relaunch

Es hatte sich angekündigt. In den letzten Tagen hat sich auf der Beta-Seite von Last.fm einiges in Sachen Design getan. Da wurden schnöde Farbhintergründe etwas aufgehübscht, die letzten Menüpunkte wurden funktional und der Player erhielt ein Update in Sachen Volume-Slider (der sah vorher verdammt häßlich aus). Auch sonst wurde spürbar die Performance besser.

Und heute verschwand die Feedback-Leiste am oberen Seitenrand. Nicht ohne Grund, denn wenige Stunden später ist er nun gestartet, der rundum erneuerte Last.fm-Service. Alles zu den Neuerungen gibt es im Last.fm-Blog. Wichtigste Features sind: mehrere Playlists, „un-love“ Tracks, Library-Management (Hinzufügen und Entfernen von Tracks aus dem Profil). Was mir nun noch fehlt, sind Endlosspiel der Playlists (jeder Track muss extra angespielt werden) und ein Videochannel, der Musikvideos auf Grundlage meines Profils spielt.

tunesBag – besser als die Konkurrenz! (10 Invites zu vergeben)

Musikdienste, bei denen man die eigene Musiksammlung hochladen kann, um so überall auf seine Heavy Rotation zugreifen zu können, gibt es wie Sand am Meer. MP3tunes, Anywhere.FM, Mediamaster, Simfy und tunesBag beackern ein noch junges Feld.

Alle hier genannten Dienste habe ich in den vergangenen 12 Monaten (zu unterschiedlichen Zeiten) getestet. Und das Angebot der Stunde heißt für mich ganz klar tunesBag.

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TunesBag ist derzeit noch in einer frühen Betaphase. Mit jedem Update werden Bugs beseitigt, Funktionen erweitert und das etwas angestaubte Layout merklich aufgehübscht. Hansjörg Posch, der Gründer von tunesBag, ist für Feedback offen und reagiert schnell und fleißig auf selbiges in Blog und Google-Group .

Bemerkenswert an tunesBag ist der Mehrwert gegenüber den anderen Diensten. So ist er derzeit der einzige (der hier genannten), der die gespielten Tracks an das eigene Last.fm-Profil übermittelt. Kommentare, die man zu Songs abgeben kann, werden optional an Twitter gepostet. Weiterhin gibt es eine Integrations-Schnittstelle zu Facebook, über die man auch gleich seine Freunde importieren kann (weitere Funktionen werden folgen). Auch Mystrands (ähnlich Last.fm) und Friendfeed können mit tunesBag gefüttert werden.

morebutton

Was ich als besonders gelungen und praktisch erachte, ist die Integration von Youtube und Lyrics. Ein Klick auf den „More Options“-Button bringt eine Auswahl verschiedener Extras. So kann der Track auf eine Playlist gesetzt, der ID3-Tag editiert, oder eben Lyrics und Video angezeigt werden. Wählt man Lyrics oder Video, öffnet sich ein Overlay-Fenster und zeigt den gewünschten Inhalt. Gerade die Lyrics sind klasse integriert. Spielt man dagegen ein Video, wird der aktuelle Track pausiert und nach dem Schließen des Video-Overlays, kann an der pausierten Stelle fortgesetzt werden. Zu den Artists gibt es darüber hinaus auch noch die Möglichkeit, Flickr-Fotos zu suchen, was allerdings in einem eigenen Browser-Tab geschieht.

tunesbag videotunesbag lyrics

Simfy bietet zwar auch eine Flickr- und Youtube-Integration, aber hier nur auf der Übersichtsseite des Künstlers. Die Videos werden also nicht in Abhängigkeit zu einem ausgewählten Song präsentiert. Zwar somit eine Auswahl an Videos, insgesamt aber etwas umständlicher zu erreichen. Dafür werden Flickr-Fotos in einem Overlay angezeigt – die Seite muss also nicht verlassen werden.

Ein weiteres Plus von tunesBag gegenüber Simfy: die Usability. Zwar ist die Navigation auf den ersten Blick nicht immer selbsterklärend (Versuch macht klug) – dafür punktet tunesBag bei der Menüstruktur. Zwar ist diese etwas schnöde, dafür nutzt sie aber den Platz, der auf dem Bildschirm zur Verfügung steht besser aus, als es die eingeengte Struktur bei Simfy tut. Dort fällt die Übersicht dem schnieken Design zum Opfer.
Klickt man dagegen bei tunesBag auf einen Artist oder den Namen eines Freundes, öffnet sich ein interner neuer Tab. Die vormals angezeigte Playlist oder Library oder sonstwas bleibt im Hintergrund geöffnet.

(schließbare) Tabs

Musik (MP3, WMA) lädt man bei tunesBag über einen eigenen Uploader (erstmal nur Windows), oder über den Browser hoch. Dabei kann auch die Winamp- oder iTunes-Bibliothek ausgewählt werden. Platz ist derzeit für 5GB. Ähnlich zu Simfy, kann man Freunden erlauben, auf die eigenen Songs zuzugreifen. Diesen Zugang kann man 15 Personen erlauben und jederzeit wieder entziehen.

Noch ist tunesBag in private Beta, wird aber wohl ab 28. Juni frei zugänglich gemacht. Wer den Dienst aber jetzt gern testen möchte: ich hätte da noch 10 Invites zu vergeben.

Ipernity Fotos in diesem Blog

Der ein oder andere wird schon seit einigen Monaten die Thumbnails oben auf der Startseite bemerkt haben. In der Vergangenheit, war dies die Einbindung meines Zooomr RSS-Feeds. Doch das Plugin wurde nach einer ersten Version nicht weiter entwickelt und schien mit den teilweise langen Ladezeiten der Zooomr-Server nicht klar zu kommen, weswegen des öfteren kein Bild im Cache gespeichert werden konnte. Häßliche Verwerfungen waren die Folge.

Da Zooomr seit dem Update im Februar wieder zum alten Bug-lastigen Trott zurück gekehrt ist und die aktive Community durchweg nur aus den gleichen 20 (äußerst netten) Menschen besteht, habe ich mich seit einiger Zeit auch verstärkt bei Ipernity eingerichtet. Die Seite ist schnell, funktionsreich – und vor allem: sie funktioniert!

Deshalb habe ich nun ein Ipernity RSS-Plugin an Stelle des Zooomr-Plugins installiert. Sieht genauso aus, führt aber zu meinem Ipernity-Stream (und funktioniert deshalb hoffentlich fehlerfrei).

Adobe Media Player

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Und zack, da waren’s plötzlich zwei.

Joost hat Konkurrenz bekommen, denn Adobe hat heute seine AIR-Anwendung „Adobe Media Player“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine einfach zu bedienende Desktop/Web-Anwendung, mit der eine Schnittstelle zu redaktionell gepflegten Flash-Video-Inhalten bereitgestellt wird. Nutzer können aus mehreren Networks wählen (ähnlich den Channels bei Joost), welche Shows sie sehen wollen. Diese können optional als Favorites markiert werden, und der AMP (Download) lädt zukünftig automatisch den neuesten Content herunter. Neben allerlei Kleinkram sind unter anderem auch einige CBS-Serien abrufbar (Star Trek, CSI).

Die Bedienung des Players ist butterweich und wird auch in der bereits als Favorit markierten Show „Adobe Media Player Tutorials“ ausführlich erklärt. Somit findet man sich sofort zurecht und kann sich durch die Genres, Recent Videos, Featured Shows oder Networks klicken. Durchaus angenehm und schöner gelöst als bei Joost.

Der AMP fungiert dabei eher als Plattform zum organisieren und abspielen von Flash-Videos (auch der lokal auf Platte gespeicherten), denn als Inhalte-Lieferant. Zwar gibt es einige Tutorial-Shows zu Adobe-Produkten, den Löwenanteil stellen aber Dritte.

Ich finde AMP überraschend funktional und frisch, wenngleich die Inhalte mich noch nicht überzeugen. Auch ist die Auflösung der einzelnen Shows noch sehr unterschiedlich (je nach Anbieter) und teilweise unter Youtube-Niveau. Die Informationen zu einzelnen Sendungen sind noch nicht intuitiv zu finden (erst recht, wenn der Titel zu breit ist und man auf den Mouseover-Tooltip warten muss) und die Darstellungsübersicht bei Shows mit vielen Episoden ist noch verbesserungswürdig. Die Zukunft könnte aber rosig sein, wenn man vielleicht eigene Inhalte per Feed einbinden und sich so sein persönliches Web-Programm zusammenstellen kann.

Update: Gerade habe ich bei Download Squad gelesen, dass es eine etwas versteckte Feed-Option bereits gibt.

Friendfeed – der Freunde-Trichter

Darauf habe ich schon lange gewartet. Zwar ist friendfeed nicht mehr sonderlich neu (5 Monate sind eine lange Zeit), dennoch bin ich erst jetzt durch diesen Artikel bei neunetz.com auf diesen Dienst aufmerksam geworden.

BildIm Grunde ist es eine zentrale Sammelstelle für so ziemlich alle Dienste, die irgendwelchen Web2.0-Informationswert ausspucken (del.icio.us, twitter, Blogs), beziehungsweise der user generated content die zentrale Rolle spielt (Flickr). Man kann seinen Account bei friendfeed mit seinen Nutzernamen der zu importierenden Dienste füttern und schon werden die Feeds der Seiten in einem einzigen friendfeed zusammengefasst. Möchte man seine eigenen Feeds nicht zu Verfügung stellen – kein Problem. Die Seite macht auch schon genug Sinn durch die namhaften Techblogger, die mit ihren friendfeeds zahlreich vertreten sind. Der Vorteil: man braucht nicht mehr unzählige Feeds der „Freunde“ im Reader sammeln, sondern aggregiert alle zu einem einzigen. Was importiert wird, kann darüber hinaus auch noch in den Optionen einem Finetuning unterzogen werden.

Ich kenne den Dienst erst seit 20 Minuten, aber es wird für mich aus dem Stand eine der wichtigsten Informationsquellen werden, da bin ich sicher. Hier geht’s übrigens zu meinem friendfeed.

[tags]blog,web2.0,websites,social software[/tags]

Zooomr lebt

Jedenfalls wenn man einer Umfrage unter dessen Nutzern Glauben schenkt. Die Umfrage ist nicht ganz ernst gemeint (zumindest sind ein paar augenzwinkernde Antworten möglich gewesen) – aber wenn es um die Frage nach dem beliebtesten Aspekt an der Fotoseite geht, dann gab es nur eine Antwort: die Community!

Und das ist es, was mich auch so an zooomr fasziniert. Die Zipline, ein Twitter-ähnlicher Message-Feed der um einiges übersichtlicher als das „Original“ ist, verbindet die Nutzer untereinander viel mehr, als es Kommentare unter den Fotos schaffen können. Man steht viel enger im Dialog, als es beim großen flickr möglich ist. Es wird sich gegenseitig geholfen, wenn es Probleme mit der heimische Software gibt, Kauftipps für neue Kameras werden gegeben, man verabredet sich spontan für Photowalks usw (vorausgesetzt man wohnt nicht soweit weg vom Schuß wie ich). Nachdem zooomr nun ein neues Release erhalten hat und stabiler läuft, endlich auch IPTC/EXIF fehlerfrei funktioniert, Bulkuploads mit juploader wieder klappen, eine API existiert und das Theme der Seite angepasst werden kann (ähnlich zu 23) ist es endlich eine Freude durch die tollen Fotos zu navigieren. Und dank Zipfox hat man die Zipline in der Firefox Sidebar immer im Auge. Ich bleibe so täglich auf dem Laufenden und lerne Leute kennen, die ich ohne Zipline (nur durch Kommentare oder Gruppen) wohl nie als „Freunde“ hinzugefügt hätte.

[tags]foto,web2.0,social software[/tags]

Prism und Greasemonkey

Im Oktober stellte Mozilla ihr Projekt Prism vor. Eine Anwendung, mit deren Hilfe aus ganz normalen Webanwendungen, wie Gmail, Google Reader oder Facebook, Desktopanwendungen erstellt werden können. Im Grunde ist Prism ein „nacktes“ Firefox-Grundgerüst – ohne Schnickschnack. Bis jetzt werden offiziell auch noch keine Extensions unterstützt. Das hat aber zur Folge, dass viele Firefox-Poweruser mit Prism wenig anfangen können, da sie ihre Greasemonkey-Skripte nicht geladen bekommen (und z.B. Gmail nicht ihren Wünschen anpassen können). Aber selbstverständlich gibt es doch einen Weg, wie man Greasemonkey auf die Prism-Applikation anwenden kann.

Fündig geworden bin ich im Prism-Forum bei den Mozilla-Labs. Zwar gibt es einen Weg Firefox-Extensions in Prism zu installieren (siehe auch Kommentare im Link – Stichwort DOM-Inspector), doch braucht man die Greasemonkey-Erweiterung für die Anpassung der Seiten gar nicht. Folgt man den Beispielen im oben genannten Forum und der Scripting-Anleitung zu Prism, sollte in Nullkommanix die Webanwendung mit zugehörigem GM-Skript laufen.

Das Userscript packt man einfach in eine function xyz{} und ruft diese mit der startup-Funktion auf (im Wiki erklärt). Zum Vergleich einfach mal die Beispiel-Anwendung aus dem Forum runterladen (reply 6) und die webapp.js anschauen (Paste&Copy ist dein Freund). Das so modifzierte Greasemonkey-Skript einfach als webapp.js in den jeweiligen Webapp-Ordner schieben – fertig.

Wer mag, kann sich auch mein webapp.js für Deezer.com runterladen und mit dem Original-Userscript vergleichen. Noch Adblock Plus dazu (wie hier geschildert) und Deezer ist wie für Prism gemacht.

[tags]web2.0,software[/tags]