Michael Johnson trifft Johannes B. Kerner

Nun versucht er, mit dieser Methode kritischen, nachhakenden, mutigen Journalismus zu simulieren: Michael Johnson, “Können Sie verstehen, dass es kritische Stimmen gibt, die sagen”? Er traut sich nicht selbst aus der Deckung, weshalb es auch so unwürdig ist, ihm dann beim Zurückschliddern zuzusehen. Bei seinem Kampf, seine Frage gleichzeitig als zulässig zu verteidigen, aber auch klarzumachen, dass es gar nicht seine Frage war. Bei seinem Rückzug auf ein schlichtes Rollenspiel, in dem Johnson und er nur tun, was sie tun müssen.

Michael Johnson trifft Johannes B. Kerner « Stefan Niggemeier.

ARD, ZDF und der Radsport

ARD und ZDF spielen sich mit dem Abbruch der TdF-Übertragung als Moralisten in einem Schmierentheater auf, was sie selbst jahrelang unterstützt haben mit hohen Zahlungen und einer rigiden Konzentration der Berichterstattung auf die wenigen deutschen Top-Fahrer. Schon in diesem guten FAZ-Artikel vom 22.Mai 07 wurde das deutlich gemacht. Seitdem habe ich verwundert verfolgt, wie plötzlich die öffentlich-rechtlichen an vorderster Front mit weißer Weste so tun, als würde sich Dank ihnen nun was ändern.

Lächerlich! Umso erfreulicher, dass Sat.1 nun die Übertragung abgreift. So ist das mit dem lachenden Dritten…

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Jens Voigt im Interview

Wenn Erik Zabel ein Interview gibt, dann kann man sich sicher sein, dass es nicht langweilig wird. Neben ihm gelingt das nur wenigen deutschen Fahrern. Einer davon ist Jens Voigt. Gerade eine Etappe bei der Tour de France gewonnen und regelmäßig einer der kämpferischsten Teilnehmer, wird er als Fahrersprecher derzeit oft zur Doping-Affäre befragt. So auch in dem sehr unterhaltsamen und anklagenden Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Aber es geht ja auch weiter: Hier ist einer wie der Richard Virenque (eine zentrale Figur der Festina-Affäre 1998; d. Red.) beim Fernsehen! Da hat ja offenbar nicht nur der Radsport selber ein Problem, sondern auch das ganze Drumherum.

Vor ein paar Jahren war hier einer, der musste aufhören, weil er positiv getestet wurde. Und zwei Jahre später war er plötzlich Fahrer beim medizinischen Service der Tour! Da fragt sich jeder: Hallo, ist hier noch jemand zuhause?

[via allesaussersport]

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Respekt Jürgen

Jürgen Klinsmann macht nicht weiter.

Für viele kommt das sicher überraschend – und früh. Denn in den vergangenen Wochen hat er immer wieder betont, dass man ihm doch ein paar Tage Zeit geben sollte, um das Ganze sacken zu lassen. Dass er nun bereits zwei Tage nach der WM seine Entscheidung bekannt gibt hat wohl keiner erwartet.

Eine Entscheidung, die Jürgen Klinsmann noch größer macht, als er ohnehin schon ist. Denn sie zeigt, dass er sich nicht verbiegen läßt. Von vielen Seiten mußte er vor der WM reichlich Schelte einstecken, nur um jetzt angefleht zu werden, dass er bleiben soll. Sein Ziel war die WM 2006. Darüberhinaus war die Zukunft nie gesichert. Und die ganzen Vorwürfe und Ohrfeigen seine Person betreffend, oder bezüglich seiner Methoden hat er nie vergessen.

Klinsmann habe noch im Kopf, [so Berti Vogts], „dass nach der 1:4-Niederlage Anfang März in Italien 60 Prozent aller Deutschen einen neuen Bundestrainer wollten“. Auch dass Klinsmann nach dem Fehlen beim Trainersymposium in Düsseldorf vorgeworfen worden sei, er habe keine Kinderstube, „hat ihm richtig weh getan“. Klinsmann denke nicht nur an morgen, sondern auch an übermorgen: „Deshalb ist ihm auch klar: Wenn er bei der Europameisterschaft in zwei Jahren nur Dritter wird, ist das ein Debakel.“
[SpOn]

Und wirklich, was wäre wenn es nicht so weitergeht? Der Trainer ist immer das erste „Opfer“. Und wie heißt es bekanntlich so schön? „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.“ Und schöner, seien wir ehrlich, wird es sicher innerhalb der nächsten vier Jahre nicht mehr.

Bei allesaussersport macht man sich übrigens schon um die Nachfolge Gedanken.

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Ein Witz zum Halbfinale

Ein Fußballfan kommt in den Himmel und wundert sich über die vielen Uhren, die überall herumhängen. „Das ist so“, erklärt Petrus, „zu jedem Nationalteam gehört eine und immer, wenn ein Spieler einer Mannschaft eine Schwalbe macht, dreht sich der jeweilige Zeiger um eine Sekunde nach vorne.“ – „Und wo ist die Uhr von Italien?“ – „Die hängt in der Küche als Ventilator.“

(gefunden bei nuf)

ASCII-O-Matic

ASCII-Kunst war schon immer etwas eigen. Oft habe ich in den 90ern bewundert, welch detailreiche Darstellungen so mancher Pixelschubser konstruiert hat. Zahlreiche Tools ermöglichten später ein simples konvertieren von Bildern in ASCII-Zeichen. Als Web-Applikation bietet typorganism die Möglichkeit, eigene 60×50 JPGs zu konvertieren. Allerdings sollten die Vorlagen schön kontrastreich sein (was bei mir nicht ganz der Fall war).

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