Last.fm Relaunch

Es hatte sich angekündigt. In den letzten Tagen hat sich auf der Beta-Seite von Last.fm einiges in Sachen Design getan. Da wurden schnöde Farbhintergründe etwas aufgehübscht, die letzten Menüpunkte wurden funktional und der Player erhielt ein Update in Sachen Volume-Slider (der sah vorher verdammt häßlich aus). Auch sonst wurde spürbar die Performance besser.

Und heute verschwand die Feedback-Leiste am oberen Seitenrand. Nicht ohne Grund, denn wenige Stunden später ist er nun gestartet, der rundum erneuerte Last.fm-Service. Alles zu den Neuerungen gibt es im Last.fm-Blog. Wichtigste Features sind: mehrere Playlists, „un-love“ Tracks, Library-Management (Hinzufügen und Entfernen von Tracks aus dem Profil). Was mir nun noch fehlt, sind Endlosspiel der Playlists (jeder Track muss extra angespielt werden) und ein Videochannel, der Musikvideos auf Grundlage meines Profils spielt.

tunesBag – besser als die Konkurrenz! (10 Invites zu vergeben)

Musikdienste, bei denen man die eigene Musiksammlung hochladen kann, um so überall auf seine Heavy Rotation zugreifen zu können, gibt es wie Sand am Meer. MP3tunes, Anywhere.FM, Mediamaster, Simfy und tunesBag beackern ein noch junges Feld.

Alle hier genannten Dienste habe ich in den vergangenen 12 Monaten (zu unterschiedlichen Zeiten) getestet. Und das Angebot der Stunde heißt für mich ganz klar tunesBag.

Bild

TunesBag ist derzeit noch in einer frühen Betaphase. Mit jedem Update werden Bugs beseitigt, Funktionen erweitert und das etwas angestaubte Layout merklich aufgehübscht. Hansjörg Posch, der Gründer von tunesBag, ist für Feedback offen und reagiert schnell und fleißig auf selbiges in Blog und Google-Group .

Bemerkenswert an tunesBag ist der Mehrwert gegenüber den anderen Diensten. So ist er derzeit der einzige (der hier genannten), der die gespielten Tracks an das eigene Last.fm-Profil übermittelt. Kommentare, die man zu Songs abgeben kann, werden optional an Twitter gepostet. Weiterhin gibt es eine Integrations-Schnittstelle zu Facebook, über die man auch gleich seine Freunde importieren kann (weitere Funktionen werden folgen). Auch Mystrands (ähnlich Last.fm) und Friendfeed können mit tunesBag gefüttert werden.

morebutton

Was ich als besonders gelungen und praktisch erachte, ist die Integration von Youtube und Lyrics. Ein Klick auf den „More Options“-Button bringt eine Auswahl verschiedener Extras. So kann der Track auf eine Playlist gesetzt, der ID3-Tag editiert, oder eben Lyrics und Video angezeigt werden. Wählt man Lyrics oder Video, öffnet sich ein Overlay-Fenster und zeigt den gewünschten Inhalt. Gerade die Lyrics sind klasse integriert. Spielt man dagegen ein Video, wird der aktuelle Track pausiert und nach dem Schließen des Video-Overlays, kann an der pausierten Stelle fortgesetzt werden. Zu den Artists gibt es darüber hinaus auch noch die Möglichkeit, Flickr-Fotos zu suchen, was allerdings in einem eigenen Browser-Tab geschieht.

tunesbag videotunesbag lyrics

Simfy bietet zwar auch eine Flickr- und Youtube-Integration, aber hier nur auf der Übersichtsseite des Künstlers. Die Videos werden also nicht in Abhängigkeit zu einem ausgewählten Song präsentiert. Zwar somit eine Auswahl an Videos, insgesamt aber etwas umständlicher zu erreichen. Dafür werden Flickr-Fotos in einem Overlay angezeigt – die Seite muss also nicht verlassen werden.

Ein weiteres Plus von tunesBag gegenüber Simfy: die Usability. Zwar ist die Navigation auf den ersten Blick nicht immer selbsterklärend (Versuch macht klug) – dafür punktet tunesBag bei der Menüstruktur. Zwar ist diese etwas schnöde, dafür nutzt sie aber den Platz, der auf dem Bildschirm zur Verfügung steht besser aus, als es die eingeengte Struktur bei Simfy tut. Dort fällt die Übersicht dem schnieken Design zum Opfer.
Klickt man dagegen bei tunesBag auf einen Artist oder den Namen eines Freundes, öffnet sich ein interner neuer Tab. Die vormals angezeigte Playlist oder Library oder sonstwas bleibt im Hintergrund geöffnet.

(schließbare) Tabs

Musik (MP3, WMA) lädt man bei tunesBag über einen eigenen Uploader (erstmal nur Windows), oder über den Browser hoch. Dabei kann auch die Winamp- oder iTunes-Bibliothek ausgewählt werden. Platz ist derzeit für 5GB. Ähnlich zu Simfy, kann man Freunden erlauben, auf die eigenen Songs zuzugreifen. Diesen Zugang kann man 15 Personen erlauben und jederzeit wieder entziehen.

Noch ist tunesBag in private Beta, wird aber wohl ab 28. Juni frei zugänglich gemacht. Wer den Dienst aber jetzt gern testen möchte: ich hätte da noch 10 Invites zu vergeben.

Friendfeed – der Freunde-Trichter

Darauf habe ich schon lange gewartet. Zwar ist friendfeed nicht mehr sonderlich neu (5 Monate sind eine lange Zeit), dennoch bin ich erst jetzt durch diesen Artikel bei neunetz.com auf diesen Dienst aufmerksam geworden.

BildIm Grunde ist es eine zentrale Sammelstelle für so ziemlich alle Dienste, die irgendwelchen Web2.0-Informationswert ausspucken (del.icio.us, twitter, Blogs), beziehungsweise der user generated content die zentrale Rolle spielt (Flickr). Man kann seinen Account bei friendfeed mit seinen Nutzernamen der zu importierenden Dienste füttern und schon werden die Feeds der Seiten in einem einzigen friendfeed zusammengefasst. Möchte man seine eigenen Feeds nicht zu Verfügung stellen – kein Problem. Die Seite macht auch schon genug Sinn durch die namhaften Techblogger, die mit ihren friendfeeds zahlreich vertreten sind. Der Vorteil: man braucht nicht mehr unzählige Feeds der „Freunde“ im Reader sammeln, sondern aggregiert alle zu einem einzigen. Was importiert wird, kann darüber hinaus auch noch in den Optionen einem Finetuning unterzogen werden.

Ich kenne den Dienst erst seit 20 Minuten, aber es wird für mich aus dem Stand eine der wichtigsten Informationsquellen werden, da bin ich sicher. Hier geht’s übrigens zu meinem friendfeed.

[tags]blog,web2.0,websites,social software[/tags]

Zooomr lebt

Jedenfalls wenn man einer Umfrage unter dessen Nutzern Glauben schenkt. Die Umfrage ist nicht ganz ernst gemeint (zumindest sind ein paar augenzwinkernde Antworten möglich gewesen) – aber wenn es um die Frage nach dem beliebtesten Aspekt an der Fotoseite geht, dann gab es nur eine Antwort: die Community!

Und das ist es, was mich auch so an zooomr fasziniert. Die Zipline, ein Twitter-ähnlicher Message-Feed der um einiges übersichtlicher als das „Original“ ist, verbindet die Nutzer untereinander viel mehr, als es Kommentare unter den Fotos schaffen können. Man steht viel enger im Dialog, als es beim großen flickr möglich ist. Es wird sich gegenseitig geholfen, wenn es Probleme mit der heimische Software gibt, Kauftipps für neue Kameras werden gegeben, man verabredet sich spontan für Photowalks usw (vorausgesetzt man wohnt nicht soweit weg vom Schuß wie ich). Nachdem zooomr nun ein neues Release erhalten hat und stabiler läuft, endlich auch IPTC/EXIF fehlerfrei funktioniert, Bulkuploads mit juploader wieder klappen, eine API existiert und das Theme der Seite angepasst werden kann (ähnlich zu 23) ist es endlich eine Freude durch die tollen Fotos zu navigieren. Und dank Zipfox hat man die Zipline in der Firefox Sidebar immer im Auge. Ich bleibe so täglich auf dem Laufenden und lerne Leute kennen, die ich ohne Zipline (nur durch Kommentare oder Gruppen) wohl nie als „Freunde“ hinzugefügt hätte.

[tags]foto,web2.0,social software[/tags]

Mainstream-O-Meter

Ich liebe ja solche Statistik-Spielereien. Um so erfreuter war ich, als ich durch das last.fm Blog auf eine Statistik-Group aufmerksam wurde, die ihren thematischen Schwerpunkt auf Statistik-Tools rund um last.fm festgelegt hat.

Das Mainstream-O-Meter sagt mir nun also, auf Grundlage meiner Top Artists, wie sehr ich dem Mainstream verfallen bin. Nun, schade dass hier die Top 30 gelten, denn das Ergebnis ist sicher nicht wirklich repräsentativ für mich 🙂

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[tags]selbsttest,web2.0,musik,social software[/tags]

last.fm Widget

Last.fm schließt die Lücke zu finetune. Denn jetzt bietet auch der Pionier unter den social music Anbietern die Möglichkeit, die persönlichen Playlisten, die man schon eine Weile erstellen konnte, über Widgets mit anderen zu teilen. Das ist in sofern interessant, als das sich dadurch das persönliche Radio auch für nicht zahlende User abspielen läßt. Das Hinzufügen von Songs zu den Playlisten ist dabei unglaublich einfach und schnell erledigt. Einfach mit der Maus über einen Song fahren und auf das Playlist-Symbol klicken. Das Ergebnis meines schnellen Klicks könnt ihr in der Sidebar sehen und hören.

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Aber neben dem Radio und Playlist Player können auch simple Chart-Widgets eingebaut werden. Darauf verzichte ich aber vorerst und bleibe bei der Feed-Integration am unteren Ende der Sidebar, da die Ladezeit der Seite sonst doch etwas stark ausgedehnt wird. Viel Spaß beim Hören! 🙂

[tags]musik,web2.0,websites,social software[/tags]

Filmtipps gefällig?

Man kennt das ja: man steht in der Videothek vor einer riesigen Auswahl oder blättert unentschlossen den TV-Planer durch, weiß aber nicht, was einem vielleicht gefallen könnte. Hier setzt der moviepilot an. Ein Beta-Dienst, der seine Aufgabe recht gut meistert. Die Seite beschränkt sich darauf dem User ein paar Filme aufzulisten, die dieser bewerten kann. Je mehr Bewertungen, umso höher steigt der Level und damit der Funktionsumfang der Seite. So kann man ab Level 3 z.B. sehen, welche sehenswerten Filme in den kommenden Tagen im Fernsehen laufen. Geschmacklich sollten diese den eigenen Vorstellungen entsprechen, da sie aus Bewertungen derjenigen User errechnet werden, die einen sehr ähnlichen Geschmack, wie man selbst, aufweisen. Auf diese Weise wird man auf Filme aufmerksam, die man noch nicht gesehen hat. Ein praktischer Filter, wie ich finde.

(via ankegröner)

[tags]websites,film,social software,web2.0[/tags]

Wieviel Mainstream hätten’s denn gern?

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Das habe ich mir fast gedacht. Mit dem last.fm-Mainstream-O-Meter kann man seine Mainstream-Hörergewohnheiten im Vergleich zu den anderen Last.fm-Nutzern messen. Auch wenn ich sagen würde, dass meine Bands in den Top50 zu einem großen Teil nicht Mainstream sind, so wird das durch die große Userschaft bei last.fm, die ähnliche Künstler favorisieren wieder relativiert. Man sollte das eigene Profil lieber mit den Charts der letzten 30 Jahre des jeweiligen Landes vergleichen, dann reden wir weiter 🙂

(via nicorola)

[tags]musik,web2.0,social software[/tags]