Carsharing wartet weiter auf seinen Durchbruch

Gefühlt hätte ich erwartet, dass Carsharing derzeit ein Erfolgsmodell ist – bei so vielen Anbietern, die sich hier in Berlin tummeln. Aber der Schein trügt.

Zwar sagen die Experten für die kommenden Jahre Wachstum für die Carsharing-Anbieter in Deutschland voraus. “Die automobile Welt wird dadurch aber nicht entscheidend verändert”, prognostiziert Studienautor und BBE-Geschäftsführer Gerd Heinemann. “Die zum Teil erwarteten enormen Wachstumsraten lassen sich nicht realisieren.”

Rund eine Million Carsharing-Nutzer gibt es bislang in der Bundesrepublik. Das sind gerade 1,7 Prozent der Führerscheinbesitzer in Deutschland. Gut die Hälfte davon sind bei sogenannten FreeFloatern registriert, also bei Anbietern wie DriveNow oder Car2Go, deren Autos an jeder beliebigen Stelle in einer Stadt abgestellt werden können. Der Rest verteilt sich auf stationsbasierte Angebote wie Flinkster und Cambio, auf privates Carsharing über Anbieter wie Autonetzer oder Tamyca und schließlich auf Firmenfuhrparks wie zum Beispiel bei der Bundeswehr.

Leistungsschutzrecht

Marcel Weiß hat einen lesenswerten, emotionalen Artikel zur aktuellen Debatte rund um das Leistungsschutzrecht geschrieben:

Es ist absolut logisch, dass der BZDV und seine Mitglieder künftig nicht nur Google, wie sie bereits anfangen, mit der Waffe Presseleistungsschutzrecht angreifen, sondern auch Facebook, Twitter, LinkedIn, Flipboard und was da sonst noch kommen wird, ins Visier nehmen werden. Was erfolgreich ist, hat Geld, von dem man doch was abzwacken könnte.
Alles, wo Texte verlinkt und mit einer Vorschau versehen werden könnten.
Alles, was künftig Rechtsunsicherheit und bis zu den Reißzähnen mit Anwälten bewaffnete Presseverlage in Deutschland vorfinden wird.
Alles, was in Deutschland von Gründern zwar erdacht aber nicht mehr entwickelt wird.
Und alles, was im Ausland entwickelt und künftig per IP-Filter vorsichtshalber erst einmal, man hat ja nur wenige Ressourcen und es gibt so viele Märkte auf der Welt, nicht in Deutschland verfügbar sein wird.

Er weißt auch noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass dies vermutlich erst der Anfang von weitreichenden Lobby-Rechten sein dürfte:

Einmal eingeführte Rechte werden nicht wieder abgeschafft. Erst recht nicht, wenn eine mächtige Lobby dahintersteht. Einmal eingeführte Rechte werden in der Regel immer zugunsten der Begünstigten verschärft, die im Hintergrund natürlich konstant weiter Lobbyismus betreiben, um hier eine Frist zu verlängern oder da einmal ein Recht etwas auszuweiten, danke, sehr nett, wie geht’s denn Kindern, wir sehen uns dann kommendes Jahr wieder für die nächste Stufe. Man kann das am heute völlig pervertierten Urheberrecht sehen, mit dem das Presseleistungsschutzrecht in vielerlei Hinsicht verwandt ist.

Wer als Blogger diesen Presseverlagen nun gern den Finger zeigen möchte, der kann sich auf der Seite leistungsschutzrecht-stoppen.d-64.org informieren, welche Verlage für das #LSR sind oder direkt mit ihrem URL-Shortener bzw. dem WordPress-Plugin ein direktes Verlinken der Verlagsseite verhindern und eine Infoseite zwischenschalten.

Preiskampf unter Amazon-Händlern

Amazon-Händler setzen vermehrt auf Tools, die automatisch die Preise unter denen der Konkurrenz aussteuern. Das interessante ist aber, dass mittlerweile sogar Fake-Accounts angelegt werden, um die Preise der Konkurrenten in den Keller zu ziehen, nur um deren Bestand dann günstig aufzukaufen:

However, some sellers are also creating fake accounts with extremely low prices in an attempt to automatically pull down the price of rival products so that they can buy up their competitor’s stock.

(via Fefe

Entwurf zum Leistungsschutzrecht bedroht Meinungsfreiheit

Fast überflüssig zu erwähnen, dass das Leistungsschutzrecht die neue Meinungsfreiheit bedroht. Wer als Bürger nur noch Zeitung lesen, aber nichts mehr im Internet dazu sagen darf, kann sich getrost digital kastriert vorkommen. Insoweit ist das Leistungsschutzrecht auch ein erster Schritt zurück in die Zeit, als die Medien alles, du und ich aber öffentlich nichts zu sagen hatten.

Udo Vetter über den Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht für die Verlagsindustrie.

Gute Gründe gegen Gauck

Wenn also am 18. M??rz der ???Bundespr??sident der Nationalen Einheit??? mit??berw??ltigender Mehrheit gew??hlt wird, dann wird es einer sein, der vomSozialstaat nicht viel h??lt, der in warmen Worten die Eigenverantwortungdes Einzelnen in den Vordergrund stellt, Kritik am Kapitalismus f??r albernh??lt, HartzIV und Afghanistan-Krieg guthei??t, die Vorratsdatenspeicherungbef??rwortet, den Verlust der Ostgebiete wie Erika Steinbach sieht ??? unddar??ber hinaus Kommunismus und Nationalsozialismus gleichsetzt.Das ist nicht meinPr??sident.

Protestaktion gegen Nahrungsmittelspekulationen der Deutschen Bank

Es gibt wohl nichts widerlicheres als Spekulationsgesch??fte mitNahrungsmitteln. Da wird von diesem dreckigen Bankerpack auf steigendePreise gewettet, sodass die Rohstoffpreise klettern, w??hrend in den ??rmerenRegionen die Menschen verhungern.Mittlerweile ist das Ganze auch kein Minithema mehr, sondern wird endlichvon den Massenmedien aufgegriffen und ist sogar Diskussionsthema imEU-Parlament. Jedenfalls habe ich diese Woche erst einen ausf??hrlichenBeitrag ??ber diese unmoralischen Investments im Fernsehen gesehen.Allen voran in Europa ist die Deutsche Bank ganz vorn mit dabei. Da wird esZeit, dem Ackermann mal ins Gewissen zu reden. Das dachte sich auchFoodwatch. Mit haende-weg-vom-acker-mann.de haben die “Essensretter” zu einerProtestaktion aufgerufen, bei der man den Bankern mal ordentlich die Meinunggeigen soll. Na dann, lasst euren Gedanken freien Lauf und appelliert an dieVernunft der Verantwortlichen.Mehr Hintergr??nde gibt es hier.