Spotify Integration auf der Squeezebox (Beta)

Ich habe seit knapp zwei Jahren eine Squeezebox Classic im Wohnzimmer stehen, die mir meine Musiksammlung auf dem Server, sowie sämtliche Internetradios oder Podcasts im Web zugänglich macht. Außerdem ist der Funktionsumfang der Squeezebox durch unzählige Plugins unabhängiger Entwickler, aber auch durch Logitech selbst stetig erweiterbar. Während in den USA Pandora Radio oder auch der Rhapsody Streaming-Service unterstützt wird, kann in Europa z.B. auf den Rhapsody-Konkurrenten Napster, sowie Deezer oder Last.fm zugegriffen werden.

Als Spotify sich vor über einem Jahr anfing breit zu machen, kamen schnell die Wünsche der User nach einem Spotify-Plugin auf. Doch zunächst gab es keine offene API die Streaming ermöglichte. Die User behalfen sich mit Sound-Wrappern, die die Soundausgabe des lokal auf dem Server ausgeführten Spotify-Clients über die Squeezebox Server-Software an die angeschlossenen Player verbreitete. Jetzt hatte man nur noch das Problem, dass man den Stream (also den Spotify-Client) irgendwie bedienen musste. Hat man z.B. einen iPod/iPhone, konnte man diverse Remote-Apps dazu verwenden. Aus einem Guss war das aber auch nicht. Zumal ein stetiger Zeitversatz des Soundpuffers zwischen Spotify-Client und Squeezebox die Bedienung etwas verzögerte.

Doch seit knapp einem Monat gibt es Bewegung an der Plugin-Front. Derzeit gibt es eine frei zugänglich Beta-Version des Spotify Premium Plugins für die Squeezeboxes. Dieses scheint offiziel von Logitech entwickelt zu werden - sicherlich auch in Zusammenarbeit mit Spotify (Es ist kein offizielles Plugin. Indiz dafür ist folgender Post aus dem Forum vom Entwickler: "Any solution which does not require a server will require Spotify support inside the Logitech firmware and will be down to Logitech".) Ich kann mich zwar auch irren, aber ich glaube das ist die erste Hifi-Hardware-Integration von Spotify - neben den diversen Mobiltelefon-Clients.


Das Plugin erlaubt mir die Steuerung über die Fernbedienung des Players. Ich kann die Top 100, "What's new", oder auch meine Playlists abspielen. Darüberhinaus kann ich auch die Suche nach Interpreten, Titeln oder Alben bemühen. Die Releases werden fein säuberlich nach Alben oder Singles getrennt (was bei Napster nicht der Fall ist). Auch Genre- oder Jahres-Suchen sind über die Plugin-Einstellungen aktivierbar. Das Streaming unterstützt 320kbit/s. Obwohl es noch beta ist, funktioniert das Plugin relativ gut. Es ist nicht das schnellste, wenn es z.B. um die Suche geht. Aber erstellt man parallel am Rechner neue Playlisten, dann reicht ein neuerlicher Menü-Aufruf am Netzwerkplayer und die Änderungen sind bereits vorhanden. Auch startet der Stream umgehend bei Knopfdruck - keine langen Streaming-Puffer erforderlich. Auch hat man Zugriff auf kürzlich getätigte Suchen. Eine erneute Eingabe des Interpreten oder Albumnamen ist dann nicht notwendig. Cover-Art unterstützt das Plugin ebenfalls.

Das Plugin kann allerdings nur von Spotify-Premium-Usern genutzt werden. Diese Einschränkung ist von den Mobile Clients bereits bekannt.

Für Squeezebox-Nutzer wie mich, die fast nur noch Spotify nutzten anstatt die heimische MP3-Sammlung zu hören, ist dieses Plugin eine wahre Wohltat.

Lena kontert clever auf nervige Frage

Lena Meyer-Landrut hat ihre eigene Art Englisch zu singen. Das war ja auch lange genug in den Medien thematisiert worden. Zwar ist folgendes Video von einer ESC-Pressekonferenz logischerweise etwas älter, dennoch zeigt es, wie gewitzt Lena auf lästige Fragen, wie etwa nach ihrem Akzent, antworten kann und dabei dennoch die Sympathien der Journalisten einsackt.

Bestes Musik-TV im Netz: tape.tv


Wer mal wieder Bock auf ein paar Video-Clips hat, der sollte sich mal tape.tv anschauen. Aktuelle Videos, einfache Bedienung, schnelle Ladezeiten und schicke Optik. Als Anschauungsbeispiel hab ich mal ein Mixtape zusammengestellt. Mit dabei sind u.a. die Chemical Brothers, Mumford and Sons, Goldfrapp, Tunng, Broken Bells und die Shout Out Louds.


Faithless: schweißtreibend, atemberaubend und elektrisierend

"Spread the Word" sagt er zum Schluss, und meint damit die Aufforderung an jeden, am nächsten Tag all jenen, denen wir begegnen etwas von der Love, Peace and Hapiness-Stimmung am Ende des Konzertes abzugeben. Das mag alles etwas kitschig klingen, ist aber schlicht und ergreifend der Drang den jeder hinterher verspührt. Man will den Leuten erzählen, wie geil es war und was sie verpasst haben.

Vielleicht kann ich der Aufforderung nicht gänzlich genügen, aber eines kann ich sagen: wann immer ihr die Chance habt Faithless live zu erleben - nehmt sie wahr. Die Atmosphäre und Energie die während des Auftritts transportiert wird ist beispiellos. Was das angeht sind Faithless über die Jahre sogar noch besser geworden.

Nach den ersten zwei Songs sind alle mindestens ein mal dem Nachbarn auf die Füße getreten und mit den Personen um einen rum per du. Der Schweiß tropft das erste Mal von der Nase und das Grinsen will nicht mehr verschwinden.

Maxi Jazz spielt auf der Bühne dabei den Zeremonienmeister und fordert mit seinen langen ausgestreckten Armen das Volk zum springen oder Klatschen auf. Und alles hört bereitwillig auf ihn und macht mit. "God is a DJ" brüllen sie aus ihren Kehlen, bereit alles zu geben (was schließlich auch von ihnen später, bei der Zugabe "We come ONE!" gefordert wird).

Fazit: Faithless sind so gut, wie vor 9 Jahren. Das Publikum können sie wie eh und je begeistern. Die Mischung von Dance-Brettern und ruhigen Stücken zur Erholung hält sich etwa 65 zu 35. Alte, für Kenner bereits gewohnte Live-Varianten wie "Insomnia" wurden aufgepeppt und zu Gunsten anderer Stücke gekürzt. Die Länge des Konzerts betrug in Berlin gute 105 Minuten.

Wer von euch die Chance hat, Faithless bei den zahlreichen Festivals oder Tour-Auftritten zu sehen, der MUSS sie ergreifen. Überraschenderweise scheint es sogar Musik für jedes Alter zu sein, wobei die älteren Semester beim Pogo in die ruhigeren Zonen abwanderten. Wie ich auch mitbekommen habe, muss man nicht mal Fan sein um sich begeistern und mitreißen zu lassen.

Also, "We Come 1", Love and Peace.

Spotify in Deutschland ausprobieren

Spotify funktioniert eigentlich nur in den Ländern, in denen der Dienst offiziel live ist. Dennoch kann man durch ein paar Tricks Accounts erstellen und auch in Deutschland den Service nutzen. Nur ist bei vielen Nutzern ein einmaliger Login aus dem "Account-Land" (also UK oder SE oder ähnliches) alle 14 Tage notwendig.
Da man sich dabei mit Proxies etc. rumschlagen muss, sollte man vielleicht ein Blick auf diese Seite werfen. Hier wird ein Remote Login ermöglicht, der (von mir nicht getestet) einen einmaligen Login mit gültiger Landes-IP durchführt. Wer seine Login-Daten (verständlicherweise) nicht einfach auf einer fremden Web-Seite eingeben möchte kann alternativ auch einen Fake-Account auf der Seite erstellen.

Wer also Bock hat Spotify mal zu testen, sollte die Gelegenheit nutzen. Wer weiß wie lange Spotify Remote Login erreichbar sein wird.

(via Andreas Stegmann)

Alicia live!

Interview und Radio-Live-Set von Jónsi (Sigur Rós)

Jónsi, der charismatische Sänger meiner geliebten isländischen Post-Rock-Band Sigur Rós veröffentlicht Anfang April seine erste Solo-Platte "Go" (nachdem bereits in 2009 im Projekt Jónsi & Alex "Riceboy Sleep" entstand). Auf Soundcloud hat Jónsi einen Radio-Mitschnitt veröffentlicht, welcher ein Interview und Akustik- sowie Album-Kostproben enthält. Das klingt alles sehr gefällig und ist schon so gut wie gekauft :-)

Jónsi on WNYC (Interview and Acoustic Set)  by  Jónsi