Filed under: musik

Lana Del Rey ist doch überwiegend langweilig

Man hätte es fast ahnen können. Lana Del Rey hat mit ihrer Single “Video Games” voll eingeschlagen und jede Menge Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es folgte der Titelsong ihres ersten Albums “Born To Die” (wobei sie unter ihrem bürgerlichen Namen bereits ein Album veröffentlicht hat). Dieser klang ebenfalls vielversprechend und ungewöhnlich.

Doch das Album, welches seit dem 27.1. erhältlich ist, klingt total nach Einheitsbrei und “Huch, Erfolg – wir müssen ganz schnell ein Album zusammenschustern”. Langweilige Songs die mehrheitlich nach gewöhnlichem Pop mit mehr Reverb klingen. Auch die 5 Euro, die das MP3-Album in der ersten Woche bei Amazon kostet, sind die 15 Songs nicht wert. Viele Rezensenten scheinen das ähnlich zu sehen (in diesen Situationen bin ich froh, das Album vorher über einen Streaming-Dienst Probehören zu können).

Achtung, Sommerplatte: Bibio - Mind Bokeh

Bibio ist mir bisher unbekannt gewesen. Aber seine aktuelle Single-Auskopplung "Take Off Your Shirt" aus seinem aktuellen Album "Mind Bokeh" hat mich hellhörig gemacht, dachte ich doch Phoenix mit einem neuen Song dort zu hören.

Bokeh ist japanisch und wird von Fotografen benutzt. Es meint den unscharfen Teil eines Fotos - das, was außerhalb des Fokus liegt. Wenn du zB eine Blume fotografierst, dann ist der Hintergrund verschwommen. Bokeh, diesen technischen Begriff habe ich mit unserem Bewusstsein verknüpft.
(via br-online.de

Alles klingt sehr verspielt, hat Groove und erinnert stellenweise an Phoenix oder Daft Punk. 

Genau mein Ding!
Anspieltipps (direkt zur Grooveshark Bibio Playlist):

Kylie in Berlin: großartige Show!

Ich wusste nicht, was mich beim Kylie Minogue Konzert in der Berliner o2 World erwarten würde, denn die bisherigen zwei Konzerte die ich dort erlebte (Muse, Alicia Keys) - auf unterschiedlichen Rängen - haben mir von der Akustik nicht vollends zugesagt. Auch ist die Stimmung schwierig über den Stehplatzbereich hinaus zu transportieren. Bei Kylie ging es diesmal in diesen Innenraum - für Stimmung sollte also gesorgt sein. Und außerdem: es ist Kylie - denn wohin man im Netz schaut, ihre bisherigen Touren waren immer riesige Pop-Shows. So auch dieses Mal.
Wir standen wenige Meter vom Bühnen-Steg entfernt, der sich weit in den Innenbereich erstreckte. Zu unserer Freude performte Kylie viele Stücke auf dieser kleinen runden Bühne. Denn vor lauter (schwulen) Männern war die Sicht auf die 1,55m große Frau auf der Hauptbühne fast nicht möglich :-)

Zig mal wechselte sie ihr Outfit in nullkommanix. Halbnackte Tänzer unterhielten die Männer und die Projektionen auf der Bühnenwand passten thematisch zum Song.
Wer mehr über die Pop-Show lesen will, dem sei die Rezension der tageszeitung empfohlen.

Abschließendes Fazit: Must-see!