Bluetooth Codec apt-X auf Mac OS X aktivieren

Wer zu Hause auch gern mal unkompliziert Musik vom Computer oder Smartphone auf die gute Wohnzimmer-Anlage (sowas gibt es in Zeiten von Sonos und Co. immernoch!) bringen möchte, der könnte auf Bluetooth zurück greifen. Nur leider kommt die Musik hier ziemlich matschig auf der Anlage an. Ein Codec namens apt-X schafft hier Abhilfe. Er komprimiert die Audioinformation stärker, sodass trotzdem eine hohe Übertragungsqualität gegeben ist. Bedingung: Sender und Empfänger müssen diesen Codec unterstützen.

An meiner Anlage hängt ein Bluetooth Receiver von Philips, der für wenig Geld apt-X-Empfang ermöglicht. Am Mac und an den Smartphones/Tablets habe ich bisher zum Senden immer einen BT-Adapter von Jaybird angesteckt. Aber zumindest mein iMac unterstützt bereits von Hause aus den Codec, was ich nicht wusste.

Besteht eine BT-Audioverbindung, kann man bei gedrückter Option-Taste auf das BT-Symbol in der Menüleiste von OS X klicken und erfährt beim Mouseover auf den Receiver, welcher Codec aktiv ist. Entweder ist es SBC (der Standard, also der stark verlustbehaftete), oder eben apt-X. Normalerweise erhält man apt-X am iMac nur, wenn die Audioverbindung hergestellt wird, nachdem maximal ein anderes Gerät verbunden ist. In der Praxis sind oft Tastatur und Maus (oder Trackpad) bereits als Eingabegeräte verbunden. Die Audioverbindung kommt dann als drittes dazu und erhält nur SBC-Support.

Einfache Lösung:

  1. Tastatur trennen
  2. Audioverbindung trennen (SBC)
  3. Audioverbindung herstellen (apt-X)
  4. Tastatur verbinden

Je nach Empfänger kann man den Codec nur sehen, wenn auch Musik aktiv übertragen wird. Also zum Test Wiedergabe starten und bei gedrückter Option-Taste das BT-Menü öffnen. Da sollte jetzt apt-X stehen.

Dauerhafte Lösung:
Um sich diese umständliche Prozedur (nicht wirklich umständlich, aber lästig) zu sparen, kann man auch mit Hilfe eines Apple-Developer-Tools die apt-X-Verbindung erzwingen. Dazu muss man den Bluetooth-Explorer (nach kurzer kostenloser Developer-Registrierung) runterladen und unter „Tools“ -> „Audio Options“ den Haken bei Force use of apt-X setzen:

Bluetooth Explorer

Fertig. Egal in welcher Reihenfolge nun die BT-Geräte verbunden werden, die Audioverbindung wird in apt-X aufgebaut. Alles, wie gesagt, unter der Voraussetzung, dass der Empfänger den Codec unterstützt. Eine Liste der unterstützenden Geräte findet man hier.

OS X Yosemite – Verhalten des grünen Buttons ändern

Seit OS X 10.10 ist die Funktion des grünen Buttons in der Titelleiste eines jeden Fensters geändert worden. Statt das Fenster auf Content-Größe anzupassen wird nun in den Vollbild-Modus gewechselt. Ich fand diesen schon immer nutzlos und die Animation dorthin dauert immer ewig. Ich will das alte Verhalten wieder haben. Zwar kann man die Titelleiste des Fensters doppelt anklicken oder die ALT-Taste gedrückt halten (wenn man auf grün klickt), aber das ist nicht das selbe.

Eine Lösung des Problems ist mittels des kostenlosen BetterTouchTools möglich. Wie das geht, steht hier.

Nebenbei bringt das Tool auch gleich das Window-Snapping mit, was bei Windows Vista erstmals zu sehen war. Das benutze ich täglich um Browser und Finder oder andere Fenster nebeneinander zu positionieren. Diese Funktion habe ich bisher mit Spectacle nachgerüstet, aber zwei reduntante Tools muss ich nicht permanent laufen haben.

Die eigene Produktivität steigern

Immer wieder komme ich an einen Punkt, an dem ich denke, ich müsste meine Arbeitsweise umstellen um produktiver zu werden. Das betrifft hauptsächlich den Job, aber auch die Todos zu Hause. Regelmäßig habe ich das Gefühl, ich hätte nicht die wichtigen Dinge geschafft oder bin nicht fokussiert genug. In der Vergangenheit habe ich verschiedene Tools und Methoden ausprobiert um diesem Gefühl entgegen zu wirken. Das klappt zu Beginn auch immer ganz gut. Man muss sich nur zwingen diese Tools auch einzusetzen.

Ein Beispiel ist die Pomodoro-Technik (oder auch Tomato Timer). Hier startet man einen Timer der 25 Minuten läuft. Während dieser Zeit soll man fokussiert arbeiten und anschließend 5 Minuten Pause machen (und notieren was man in den 25 Minuten gemacht hat). Bei dieser Pause soll man auch mal aufstehen und den Arbeitsplatz verlassen, sodass man auch wirklich den Kopf frei bekommt.

Eine andere GTD-Technik (getting things done) ist das Inbox-Zero-Prinzip, bei dem man alle Mails, die man so im Laufe des Tages bekommt, sofort abarbeitet oder entsprechend für später einsortiert. Das habe ich gemacht. Hierbei habe ich Evernote einbezogen und nach der „Secret Weapon“-Methode eingesetzt. Das klappt ganz gut, nur leider habe ich hier ein riesiges Backlog angehäuft, welches sich mit der Methode auch nicht schneller abarbeiten lässt. Aber immerhin ist es gut geclustert. Die Inbox war jedenfalls seitdem immer leer!

Bei meiner Suche nach guten Pomodoro-Tools für den Desktop/Browser bin ich über einen anderen interessanten Artikel gestolpert. Hier werden vier weitere Techniken vorgestellt, die die Produktivität fördern sollen. Ich finde nicht alles davon ist praktikabel bzw. hilft bei meinem Problem die Arbeit zu organisieren, aber die Methoden „Don’t break the chain“ und die „Anti todo list“ möchte ich jetzt mal ausprobieren.

Als Tools zur konzentrierten Arbeit empfehle ich mytomatoes.com als Tomato-Timer und simplynoise.com, dessen Hintergrundrauschen meine Konzentration sehr gut fördert (besser als Musik, Bürolärm oder Stille, die ebenfalls ablenken kann).

Spotify – Update auf 0.8.8 unter OSX und Windows verhindern

Seit einigen Wochen wird in der Spotify-Community das letzte Update der Desktop-Version heiß diskutiert. Schnell war ein Thread namens „Horrible Update“ eröffnet, in dem die Nutzer die neuen Bugs und fehlenden Features sammeln. Aus meiner Sicht ist es immer schlecht, wenn man Features mit einem Update ausbaut. Das Geschrei ist nicht immer nachvollziehbar, hier sind aber schon einige Sachen rausgeflogen die viele User tagtäglich genutzt haben. Auch ich vermisse schmerzlich die Filter-Funktion, mit der ich auf einer beliebigen Seite durch CTRL+F einen bestimmten Song suchen konnte – sehr praktisch wenn man lange Playlists oder Artists mit vielen Alben öffnet und ein bestimmtes Lied sucht.
Einzige Möglichkeit das Problem zu umgehen: Rollback der Version auf eine frühere. Aber leider kann man Spotify nicht am automatischen Update hindern, weder auf Windows noch unter OSX. Die findige Community hat also einen anderen Weg gesucht, dem Update einen Strich durch die Rechnung zu machen. Für Windows steht die Lösung hier:

Go to C:/Users//Appdata/Roaming/Spotify

1. Make a new empy text file
2. Name it Spotify_new.exe
3. Right click the file and make the file read only

1. Make a new empty text file
2. Name it Spotify_new.exe.sig
3. Right click the file and make the file read only

Gestern wollte sich dann mein iMac auf die neue 0.8.8 updaten. Also suchte ich nach einer Möglichkeit, auch unter OSX das Update zu verhindern. Allerdings gab es in dem Thread und nach kurzer Recherche im Netz dafür keinen Lösungsvorschlag. Also habe ich mal selbst geschaut, ob und wie denn unter OSX die Update-Files abgelegt werden. Und siehe da, man kann so ähnlich wie bei Windows vorgehen:

  1. Stelle zunächst sicher, dass die Version 0.8.8 noch nicht installiert ist.
  2. Wenn du die 0.8.5 (oder kleiner) installiert hast, gehe zum  ~/Library/-Ordner innerhalb deines Benutzer-Ordner.
    • (Wenn der Library-Ordner im Finder nicht zu sehen ist, diesen über das Terminal mit „open ~/Library/“ öffnen.)
  3. Navigiere zu: /Users/[DeinBenutzername]/Library/Application Support/Spotify
  4. In diesem Ordner musst du zwei Dateien mit „read-only“-Rechten (schreibgeschützt) anlegen:
    • Spotify_new.archive
    • Spotify_new.archive.sig
    • (Wenn die Files bereits existieren weil Spotify die bereits runtergeladen hat, einfach löschen.)
  5. Fertig! Spotify bleibt bei einem Neustart auf der bisherigen Version stehen.

Ich habe die Lösung dann auch gleich mit der Community geteilt. Bis diese also keine Entwarnung gibt (zumindest was die Features angeht, die ich vermisse) werde ich die Update-Sperre aktiv lassen und weiterhin die 0.8.5 verwenden.

ICQ auf dem Palm Pre

Von Hause aus unterstützt der Palm Pre (bzw. das webOS) zur Zeit (ver. 1.1.3) nur Gtalk und AIM als Messaging-Dienste. Da Freunde und Co noch immer nicht ICQ den Rücken gekehrt haben und zu Jabber/GTalk gewechselt sind, ist man damit etwas eingeschränkt.

Dank Jabber Transport-Diensten ist es aber möglich seine ICQ (MSN, Yahoo) Kontakte trotzdem mit dem Palm Pre zu verwenden (ohne zusätzliche Apps). Dazu einfach diesem Tutorial folgen. Irgendwann ist das hoffentlich nicht mehr nötig und ICQ wird direkt unterstützt.

Mit Hotspot Shield auf US-only content zugreifen

Schon bei meinem ersten Beitrag zum Thema Pandora+Tor wurde in den Kommentaren auf Hotspot Shield hingewiesen. Gleich der Folgekommentar hat etwas von „Virenwächter meldet sich“ gesagt. Somit war das für mich gestorben.

Bis heute. Denn vor ein paar Tagen hat mich ein Freund darauf hingewiesen, dass er z.B. Hulu.com mit Hilfe des Hotspot Shields besucht. Also habe ich mir nun doch einmal die Software installiert. Und tatsächlich: installieren, connecten und fertig! Und OpenPandora ist so auch wieder sinnvoll nutzbar. Zwar kommt, während das Shield aktiv ist, im Browser nach ein paar Seitenwechseln immer ein (wegklickbares) „Invite Friends“-Banner am oberen Seitenrand, aber damit kann ich (noch) leben.

Eigentlich dient Hotspot Shield dazu, einen VPN-Tunnel zwischen dem Rechner und dem Server von Anchorfree (der Anbieter des Tools) herzustellen. Somit soll eine erhöhte Sicherheit an öffentlichen Hotspots gewährleistet werden.

Erfreulicher Weise läuft das Proxy-Tool auch unter Mac.

Pandora reloaded

Ich habe vor knapp einem Jahr, als Pandora Radio für die Welt minus U.S. of A. gesperrt wurde, hier eine ausführliche Anleitung geschildert, wie man das Webradio mittels TOR und FoxyProxy wieder zuverlässig erreichen kann. Im Laufe der Zeit gab es in den Kommentare weitere Verbesserungen der notwendigen Einstellungen. Heute habe ich auf einem neuen System die Prozedur wiederholt und möchte die Anleitung noch einmal in wenigen Schritten zusammenfassen und vereinfachen.

  1. Vidalia ist in einer neuen Version erhältlich. Ich habe die 0.1.2.19 für Windows installiert (ohne Torbutton). Nur noch ein Icon ist anschließend in der Symbolleiste zu sehen.
  2. Die torrc Konfigurationsdatei ist nach wie vor anzupassen. Auf Windows Vista PCs ist sie unter C:Users<nutzername>AppData
    RoamingVidalia zu finden. Hier einfach die Zeilen aus diesem Kommentar einfügen (ohne EntryNodes):
    ExitNodes desync, whistlersmother, lefkada, croeso, bettyboop, moobzilla, sasquatch, nixnix, jalopy
    StrictExitNodes 1
    NewCircuitPeriod 120 seconds
    RendNodes desync, whistlersmother, lefkada, croeso, bettyboop, moobzilla, sasquatch, nixnix, jalopy
    BandwidthRate 1MB
    Anschließend TOR/Vidalia neu starten.
  3. In Firefox den FoxyProxy installieren. Einen neuen Proxy mit 127.0.0.1 und Port 9050 anlegen. Option "Verwende Proxies entsprechend ihrer konfigurierten Muster" wählen.
  4. Als Muster diesen Kommentar befolgen und folgende Whitelists anlegen:
    *pandora.com/
    http://www.pandora.com/radio/xmlrpc*

Fertig. Bei einem Aufruf von Pandora oder dem Pandora/Last.fm Mashup PandoraFM sollte nun der Player in vollem Funktionsumfang laden.

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