Videobilder statischer Szenen qualitativ verbessern und manipulieren

Seit einiger Zeit gibt es die Technik für Fotografien, dass ein Bild von einem Objekt, auf dem zu viele Menschen Weg stehen, aus mehreren Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten rekonstruiert werden kann. Die Personen werden heraus gerechnet.

Das geht nun auch mit Videos. An der Universität von Washington hat man ein Verfahren entwickelt, mit dem Videos inhaltlich und damit qualitativ verändert werden können. Bisher funktioniert das Ganze nur mit statischen Objekten bei bewegeter Kamera.

Aber bereits das ist beeindruckend. Überbelichtete Szenen können durch die Synchronisation der Bildinhalte mit (richtig belichteten) Fotoaufnahmen verbessert werden. Da diese Aufnahmen eine höhere Auflösung besitzen, ist ein nachträgliches Zoomen in die Videoszene möglich, ohne Qualitätsverlust gegenüber dem Originalvideo (wo der nachträgliche Zoom zu Unschärfe führt). Objekte können aber auch aus der ganzen Szene entfernt werden, wie der Screenshot zeigt.

videoenhance

Reflektionen können entfernt werden, wenn die Bereiche markiert werden. Partielle Bildbearbeitung ist dabei ebenso denkbar – z.B. die Farbe von aus Bildbereichen entziehen, oder die Inhalte dieser Bereiche austauschen. Was mit der Software möglich ist, zeigt dieses beeindruckende Video.

Using Photographs to Enhance Videos of a Static Scene from pro on Vimeo.

(via neuderdings)

Kluge Vögel

3sat zeigte diese Woche eine faszinierende zweiteilige Dokumentation über “Kluge Vögel” (keine Erstausstrahlung), die die Wissenschaft ins Staunen versetzt. Da biegen Krähen aus Neukaledonien einen Draht zu einem Haken, um ein kleines Pappeimerchen aus einem Versuchsaufbau zu ziehen. Andere beißen einen Streifen aus einem Palmenblatt mit kleinen Widerhaken an der Seite, und ziehen damit Leckereien aus einem Astloch. Papageien halten dafür offensichtlich nichts von Teamwork, sind aber kluge Techniker, und ein Vertreter der Zunft kann Gegenstände erkennen, Formen, Farben und Anzahl unterscheiden und beantwortet gestellte Fragen richtig. Eine Elster läßt die Forscher staunen, als sie ein Ich-Bewußtsein erkennen läßt und sich im Spiegel wahrnimmt (einzigartig bei Vögeln). Andere wiederum verbinden sich und provozieren eine Schlange, während die anderen diese immer von hinten pieksen. Andere Raben erkennen kognitive Zusammenhänge und merken, wenn ihnen Konkurrent beim verstecken ihres Fressens zuschaut – und wenn dieser wegguckt, vergraben sie es einfach an einer anderen Stelle. Der Konkurrent geht Schnurstracks an die vormals vermutete Stelle, findet natürlich nichts und kassiert obendrein vom Besitzer des Stücks Fleisch auch noch Keile, da dieser offensichtlich wahrgenommen hat, dass der andere ihm was stehlen wollte.

Selten habe ich eine Dokumentation mit soviel offenem Mund verfolgt und mich dabei hervorragend unterhalten gefühlt. Es war mir völlig unbekannt, dass einige Vögel eine derart ausgeprägte Werkzeugkultur entwickelt haben, oder sich im klaren sind, was ein anderer Vogel zu wissen im Stande ist. Immer wieder wird in der Sendung dieses Verhalten mit Kleinkindern und Menschenaffen verglichen, die (bis zu einem bestimmten Alter) vergleichbare Tests noch nicht lösen können. Das zeigt noch einmal die heraussragende Leistung der Vögel.

Der faszinierendste Geselle war aber der australische Leierschwanz, der Kamerageräusche und Waldarbeiter akustisch imitieren kann (um den Weibchen zu imponieren).

http://www.youtube.com/watch?v=WuFyqzerHS8&hl=en

(Direktlink)

Licht zur Datenübertragung

Bisher nutzen wir Licht zur Datenübertragung nur bei Infrarot-Geräten oder Glasfaserkabeln. Doch ein japanisches Konsortium möchte bis zu 100 Mbps mit Hilfe weißer LEDs übertragen. Diese bieten einen hohen Modulationsgrad und gefährden die Augen trotz hoher Leistung nicht so sehr, wie infrarotes Licht. Der Vorteil gegenüber WLAN ist der Verzicht auf elektromagnetische Wellen, welche andere Geräte stören und unter Umständen Elektrosmog hervorrufen könnte.

Rock das Shirt

Klingt komisch, geht aber (angeblich). Australische Wissenschaftler (Ja, keine Amis!) haben ein Wearable Instrument Shirt entwickelt. Dieses Exemplar intelligenter Textilien ist in der Lage, mit Hilfe von eingewebten Sensoren die Armbeugung und -Bewegung zu messen. Dadurch läßt sich auch die Bedienung von Instrumenten ungefähr berechnen. So wird Luftgitarre endlich erlebbar gemacht. Mehr dazu gibt es auf der Entwicklerseite und in diesem Video (weitere hier).

(direkt)

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US-Uni bekommt Videospiel-Professor

„Im den kommenden zehn Jahren wird die Digitaltechnik die Unterhaltungsindustrie auf kaum vorstellbare Weise verändern“, sagte Gordon. Die Qualität von Videospielen werde sich um den Faktor 150 verbessern, Handys würden zu hochauflösenden TV-Empfängern. Die University of Southern California, gelegen in der Welthauptstadt des Entertainments, Los Angeles, könne zum Ausgangspunkt dieser revolutionären Umwälzung werden.

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