Rechtfertigung mit Fanboy-Brille: Augenwischerei bei iPad-Preisen
Ich bin bei stohl.de mal auf die Diskussion um die deutschen/europäischen iPad-Preise eingestiegen. Folgendes Argument, was man nicht nur bei Frank sondern auch in anderen Blogs und "Rechtfertigungen" immer wieder lesen kann, irritiert mich dabei besonders:
Wenn wir beim 32 GB WiFi Modell die 15€ Urheberrechtsabgabe abziehen, sind wir bei einer Differenz von 85€ zur US-Version. Der Unterschied zwischen den Steuersätzen macht dann noch 47€ aus. Übrig bleiben danach noch 38€ - das sind 7,5% mehr als gegenüber den USA. Das könnte aber auch eine Sicherheit für Kursschwankungen sein - wir wollen ja keine Tagespreise fürs iPad. So fair ist das System dann doch nicht zu uns.Die 15€ Abgabe ist mir relativ wurscht. Und Tagespreise brauchten Apple-Geräte auch noch nie. Als der Euro besonders stark war hat Apple auch nicht gleich die Euro-Preise gesenkt - also warum dann jetzt Kursschwankungen vorbeugen? Schließlich gab es zu schwachen Eurozeiten auch eine 1:1 "Umrechnung". Das sollte heute also mindestens ebenso der Fall sein. Mabooks hätten also vor dem starken Euro 999$ und 999€ gekostet. Und damals waren auf dem US-Preis auch noch keine Steuern drauf. Wenn also jetzt bei den Beispielrechnungen für das iPad mit diesem Punkt argumentiert wird, um die hohen Preise zu rechtfertigen, ist das nichts anderes als Augenwischerei!