Spotify Playlists zu Deezer übertragen mit spotizr.com

Ich habe seit einigen Wochen fast täglich meine Musik über Deezer gehört. Deezer liefert mir nämlich deutlich bessere Musik-Empfehlungen und ist in der Webplayer-Variante überraschend schnell zu bedienen. Auch wenn es etwas weniger Features hat (gapless Playing macht Spotify besser), sowie ein eingeschränktes App-Angebot, steht die Kernfunktion der von Spotify in nichts nach (Playlist-Verwaltung, Songs favorisieren, Artist Radios).

Aber die Funktion, mit der ich bisher am wenigsten bei Spotify zufrieden war, ist die „Entdecken“-Funktion. Hier werden mir dauernd Alben und Künstler vorgeschlagen, die ich „seit längerem nicht gehört habe“, oder empfohlene Playlisten von Artists denen ich folge etc. Das ganze wirkt sehr algorithmisch erzeugt und ich hätte gern weniger aber bessere Empfehlungen.

Genau das liefert Deezer mit seiner neuen „Anhören“-Funktion. Die Empfehlungen werden redaktionell ausgesucht und es werden neue Alben von meinen Lieblingskünstlern stärker hervorgehoben (bei Spotify gehen die neuen Alben in der Menge unter).

Spotizr

Ich fühle mich wohl mit Deezer und will nun also umsteigen. Doch was macht man mit den vielen selektiv erstellten Playlists (die „echten“, nicht die Alben-Playlists). Ganz einfach, man bedient sich solcher Tools wie spotizr.com. Hier wirft man einen Spotify-Playlist-Link rein und der Service konvertiert die Track-IDs auf die Deezer-Tracks, wo dann eine Playlist mit den gleichen Songs angelegt wird. Werden einige Songs nicht gefunden, versucht Deezer diese durch abspielbare Varianten zu ersetzen. Für meine Weihnachts-Playlist hat das super geklappt, auch meine 260 Titel umfassende „starred playlist“ von Spotify ist weitestgehend komplett bei Deezer gelandet.

So ist ein Umstieg auf einen anderen Streaming-Dienst kein Problem.

Daft Punk – Get Lucky

Seit Tagen höre ich Daft Punks neue Single „Get Lucky“ rauf und runter. Dieser Song kündigt das erste Studioalbum seit „Human After All“ aus dem Jahr 2005 an.
Und wie er das tut!
Aber mit der Meinung stehe ich offensichtlich nicht allein da. Auf Spotify und Deezer holte sich Daft Punk einen Streaming-Rekord. Und was die Download-Charts angeht, ist „Get Lucky“ in 46 Ländern ganz vorn gelandet.
Funky Tunes, Funky Voices, Catchy Rhythm – alles was ein guter Song braucht.

Sigur Rós – neues Album im Juni, neuer Song schon jetzt

Youza! Sigur Rós, seit einigen Monaten nunmehr zu dritt, kommen schon im Juni mit einem neuen Album zurück. Dabei sind sie noch immer auf Tour mit dem letzten Werk, Valtari. Kveikur heißt die neue Platte und wird das komplette Gegenstück zum verträumten Vorgänger:

Sigur Rós will follow up last year’s Valtari with a new record this year. They’re now signed to XL Recordings worldwide, who will release Kveikur on June 17 internationally and June 18 in the U.S.
As mentioned in January, the band says their new material is „more aggressive“.

Sie spielen wohl schon seit längerem einige der neuen Stücke auf Tour. Eines davon ist Brennisteinn, das schon mehr Drive hat als die gesamte Platte zuvor.

(Vimeo-Permalink)

Typisch für Sigur Rós, kann man das Album auch schon mal vorbestellen.

Update:
Ich habe bei Nicorola gesehen, dass das Video auch bei Vimeo zu finden ist. Also habe ich das GEMA-geblockte Youtube-Video gegen das Vimeo-Video ausgetauscht.

Marcelo Calbucci’s Blog: Google is about to learn a tough lesson

Marcelo Calbucci trifft den Nagel auf den Kopf, mit dem was er über Googles Entscheidung bzgl. Google Reader sagt:

Google says that it “gets” social, but you can’t “get” social if you don’t get the concept of an influencer. By killing a product that was beloved and heavily used by most influencers, you start to alienate those folks. Killing a product like Picnik with tens of millions of users, might have less impact on the business than killing a product with less than a million users, where most of those users are influencers. The number of users alone is not a metric that should be used to decide which products live or die.

Und weiter:

Google is sending a strong signal to the market that it will have no mercy of killing whatever product it doesn’t think it’s going well. It just told users, professionals and enterprises that we all should not use any product from Google if requires long term commitment (not business-type commitment, but data and emotional commitment) unless we have a sense that’s going to succeed. Now, I have to be in the business of evaluating Google’s product long-term viability before I can commit.

(via neunetz)

t3n: Google-Alternativen zum selbst hosten

Da Google mit der großen Keule seine Dienste ausmistet und es dabei erstmals mit Google Reader einen großen erwischt hat, werden die Nutzer langsam wach und es gibt allerlei Tipps in den Tech-Blogs, wie man sein digitales Dasein auch ohne Google meistern kann. Bei t3n hat man ein paar Dienste zusammengestellt, die man alle samt selbst hosten kann. Damit macht man sich ein Stück weit unabhängiger. Ich für meinen Teil, werde mir den empfohlenen RSS-Reader Fever näher anschauen. Der sieht nicht nur klasse aus, er hat auch noch einen innovativen Ansatz, wie man mit hohem Feed-Aufkommen besser umgehen kann.

Fever

Spotify – Update auf 0.8.8 unter OSX und Windows verhindern

Seit einigen Wochen wird in der Spotify-Community das letzte Update der Desktop-Version heiß diskutiert. Schnell war ein Thread namens „Horrible Update“ eröffnet, in dem die Nutzer die neuen Bugs und fehlenden Features sammeln. Aus meiner Sicht ist es immer schlecht, wenn man Features mit einem Update ausbaut. Das Geschrei ist nicht immer nachvollziehbar, hier sind aber schon einige Sachen rausgeflogen die viele User tagtäglich genutzt haben. Auch ich vermisse schmerzlich die Filter-Funktion, mit der ich auf einer beliebigen Seite durch CTRL+F einen bestimmten Song suchen konnte – sehr praktisch wenn man lange Playlists oder Artists mit vielen Alben öffnet und ein bestimmtes Lied sucht.
Einzige Möglichkeit das Problem zu umgehen: Rollback der Version auf eine frühere. Aber leider kann man Spotify nicht am automatischen Update hindern, weder auf Windows noch unter OSX. Die findige Community hat also einen anderen Weg gesucht, dem Update einen Strich durch die Rechnung zu machen. Für Windows steht die Lösung hier:

Go to C:/Users//Appdata/Roaming/Spotify

1. Make a new empy text file
2. Name it Spotify_new.exe
3. Right click the file and make the file read only

1. Make a new empty text file
2. Name it Spotify_new.exe.sig
3. Right click the file and make the file read only

Gestern wollte sich dann mein iMac auf die neue 0.8.8 updaten. Also suchte ich nach einer Möglichkeit, auch unter OSX das Update zu verhindern. Allerdings gab es in dem Thread und nach kurzer Recherche im Netz dafür keinen Lösungsvorschlag. Also habe ich mal selbst geschaut, ob und wie denn unter OSX die Update-Files abgelegt werden. Und siehe da, man kann so ähnlich wie bei Windows vorgehen:

  1. Stelle zunächst sicher, dass die Version 0.8.8 noch nicht installiert ist.
  2. Wenn du die 0.8.5 (oder kleiner) installiert hast, gehe zum  ~/Library/-Ordner innerhalb deines Benutzer-Ordner.
    • (Wenn der Library-Ordner im Finder nicht zu sehen ist, diesen über das Terminal mit „open ~/Library/“ öffnen.)
  3. Navigiere zu: /Users/[DeinBenutzername]/Library/Application Support/Spotify
  4. In diesem Ordner musst du zwei Dateien mit „read-only“-Rechten (schreibgeschützt) anlegen:
    • Spotify_new.archive
    • Spotify_new.archive.sig
    • (Wenn die Files bereits existieren weil Spotify die bereits runtergeladen hat, einfach löschen.)
  5. Fertig! Spotify bleibt bei einem Neustart auf der bisherigen Version stehen.

Ich habe die Lösung dann auch gleich mit der Community geteilt. Bis diese also keine Entwarnung gibt (zumindest was die Features angeht, die ich vermisse) werde ich die Update-Sperre aktiv lassen und weiterhin die 0.8.5 verwenden.

Interview mit @AnonyOps von Anonymous

Du versteckst dich, hoffst, dass dein Online-Anonymitäts-Streben funktioniert hat oder du schaust, dass du verdammt nochmal rauskommst aus dem Land – was ist, was ich tat. Ich bin verdammt nochmal raus. Ich hatte schon eine ganze Weile gewusst, dass es so enden würde. Anonymous hat das Gebäude verlassen, wie sich heruasstellte. Der Gedanke, zu gehen, hat mich für etwa ein Jahr beschäftigt. Und eine Art Flüchtling zu sein, ist nicht nur ein Rosengarten. Ich habe so viel aufgegeben: Mein Zuhause, Familie und Freunde. Aber ich habe gesehen, was meine Regierung mit Menschen macht, die geradeheraus sind, Menschen die „zu erfolgreich“ sind in ihrer Kritik.

Schau dir nur Julian Assange an, Bradley Manning, Thomas Drake, Hohn Kiriakou, Andrew Alan Escher Auernheimer, Jeremy Hammond, Barrett Brown … Leute WERDEN verfolgt, weil sie versuchen gegen das Regime aufzutreten. Ich musste gehen.

Die australische Bloggerin und Journalistin Asher Wolf hat über einen längeren Zeitraum ein Interview mit dem Betreiber des Twitter-Accounts @AnonyOps geführt. Heraus kam ein interessanter Einblick in die Beweggründe, warum der Aktivist der Gruppe beigetreten ist, warum er die USA verlassen hat und wie er sich fühlt, wenn man ihn einen „Terroristen“ nennt.

Das Interview gibt es in deutscher Fassung bei futurezone.