Spotify vs. Deezer – meine Einschätzung 2017

Dieser Post ist als Kommentar für Marc Winters Vergleich auf Personal Droid entstanden.

Auch wenn der Post (von Marc) schon länger her ist, ich bin in einem ähnlichen Setup. Spotify, Deezer und Squeezebox. Ich hatte ab 2008 oder 2009 Spotify Premium und bin dann 2013 zu Deezer gewechselt. Damals wegen der besseren Recommendations. Die Spotify Empfehlungsseite war Müll und total unübersichtlich. Bei Deezer gab es redaktionelle Empfehlungen und „Hear This“ – was damals voll meinen Empfehlungsdurst gestillt hat. Deezer Flow war dann eine tolle Ergänzung für ein „App öffnen und einfach Musik starten“-Erlebnis.

Vor 3 Monaten habe ich dann eine 1 Euro für 3 Monate Spotify „Reaktivierungskampagne“ mitgemacht und war begeistert. Der Mix der Woche trifft voll ins Schwarze. Der Release Radar ist auch ok (verteilt aber neue Songs eines Künstlers über Wochen, ist also ein bisschen Augenwischerei) und die Mixtapes sind auch gut.

Aber: mir fehlte der „Flow“. Ich kann bei Spotify nicht einfach sagen „spiele Musik querbeet die mir gefällt“. Der Mix der Woche enthält nur unbekanntes (gutes Material, aber ich brauche zwischendurch ein paar Favoriten), die Mixtapes sind zu star auf eine Musikrichtung ausgelegt. Ein übergreifendes Bibliotheksradio gibt es nicht (wie damals auch Last.fm’s User-Radio). Und das schlimmste: die Spotify Plugins für die Squeezebox enthalten keine Radio-Funktion (Mixtapes fehlen). Das ist leider schade (aber eine Limitierung der API, soweit ich weiß)!

Also bin ich wieder bei Deezer. Scheiß auf Mix der Woche. Einen Familiy Plan haben sie jetzt auch (leider aber noch nicht für die API, kann also im Logitech Media Server nicht benutzt werden). Und die Apps für Fire TV und Smart-TVs sind besser als Spotifys Apps (hier kann man nur Suchen, keine Bibliothek nutzen). Die Mixtapes von Spotify kann man ganz gut mit Channel-Radios oder Artist-Radios ersetzen. Und die kuratierten Playlists sind hier und dort gleichwertig.

Die Bedienung im Browser geht bei beiden flott von der Hand, bei Deezer habe ich aber immer noch den Vorteil dass ich ziemlich granular fast überall ein „Danach hören“ oder „zur Warteschlange hinzufügen“ sagen kann und das als Bulk-Operation auf mehrere Songs einer Liste die ich wähle. Kann Spotify nicht, nutze ich aber sehr gerne. Ich finde im Bearbeiten großer Mengen ist Spotify Deezer unterlegen. Wenn Spotify eine Art „Deezer Flow“ einführt, schaue ich es mir wieder an. Bis dahin bleibt Deezer meine erste Wahl (über Lidl auch dauerhaft 2 Euro günstiger!).

OS X Yosemite – Verhalten des grünen Buttons ändern

Seit OS X 10.10 ist die Funktion des grünen Buttons in der Titelleiste eines jeden Fensters geändert worden. Statt das Fenster auf Content-Größe anzupassen wird nun in den Vollbild-Modus gewechselt. Ich fand diesen schon immer nutzlos und die Animation dorthin dauert immer ewig. Ich will das alte Verhalten wieder haben. Zwar kann man die Titelleiste des Fensters doppelt anklicken oder die ALT-Taste gedrückt halten (wenn man auf grün klickt), aber das ist nicht das selbe.

Eine Lösung des Problems ist mittels des kostenlosen BetterTouchTools möglich. Wie das geht, steht hier.

Nebenbei bringt das Tool auch gleich das Window-Snapping mit, was bei Windows Vista erstmals zu sehen war. Das benutze ich täglich um Browser und Finder oder andere Fenster nebeneinander zu positionieren. Diese Funktion habe ich bisher mit Spectacle nachgerüstet, aber zwei reduntante Tools muss ich nicht permanent laufen haben.

Spotify Playlists zu Deezer übertragen mit spotizr.com

Ich habe seit einigen Wochen fast täglich meine Musik über Deezer gehört. Deezer liefert mir nämlich deutlich bessere Musik-Empfehlungen und ist in der Webplayer-Variante überraschend schnell zu bedienen. Auch wenn es etwas weniger Features hat (gapless Playing macht Spotify besser), sowie ein eingeschränktes App-Angebot, steht die Kernfunktion der von Spotify in nichts nach (Playlist-Verwaltung, Songs favorisieren, Artist Radios).

Aber die Funktion, mit der ich bisher am wenigsten bei Spotify zufrieden war, ist die „Entdecken“-Funktion. Hier werden mir dauernd Alben und Künstler vorgeschlagen, die ich „seit längerem nicht gehört habe“, oder empfohlene Playlisten von Artists denen ich folge etc. Das ganze wirkt sehr algorithmisch erzeugt und ich hätte gern weniger aber bessere Empfehlungen.

Genau das liefert Deezer mit seiner neuen „Anhören“-Funktion. Die Empfehlungen werden redaktionell ausgesucht und es werden neue Alben von meinen Lieblingskünstlern stärker hervorgehoben (bei Spotify gehen die neuen Alben in der Menge unter).

Spotizr

Ich fühle mich wohl mit Deezer und will nun also umsteigen. Doch was macht man mit den vielen selektiv erstellten Playlists (die „echten“, nicht die Alben-Playlists). Ganz einfach, man bedient sich solcher Tools wie spotizr.com. Hier wirft man einen Spotify-Playlist-Link rein und der Service konvertiert die Track-IDs auf die Deezer-Tracks, wo dann eine Playlist mit den gleichen Songs angelegt wird. Werden einige Songs nicht gefunden, versucht Deezer diese durch abspielbare Varianten zu ersetzen. Für meine Weihnachts-Playlist hat das super geklappt, auch meine 260 Titel umfassende „starred playlist“ von Spotify ist weitestgehend komplett bei Deezer gelandet.

So ist ein Umstieg auf einen anderen Streaming-Dienst kein Problem.

t3n: Google-Alternativen zum selbst hosten

Da Google mit der großen Keule seine Dienste ausmistet und es dabei erstmals mit Google Reader einen großen erwischt hat, werden die Nutzer langsam wach und es gibt allerlei Tipps in den Tech-Blogs, wie man sein digitales Dasein auch ohne Google meistern kann. Bei t3n hat man ein paar Dienste zusammengestellt, die man alle samt selbst hosten kann. Damit macht man sich ein Stück weit unabhängiger. Ich für meinen Teil, werde mir den empfohlenen RSS-Reader Fever näher anschauen. Der sieht nicht nur klasse aus, er hat auch noch einen innovativen Ansatz, wie man mit hohem Feed-Aufkommen besser umgehen kann.

Fever

Spotify – Update auf 0.8.8 unter OSX und Windows verhindern

Seit einigen Wochen wird in der Spotify-Community das letzte Update der Desktop-Version heiß diskutiert. Schnell war ein Thread namens „Horrible Update“ eröffnet, in dem die Nutzer die neuen Bugs und fehlenden Features sammeln. Aus meiner Sicht ist es immer schlecht, wenn man Features mit einem Update ausbaut. Das Geschrei ist nicht immer nachvollziehbar, hier sind aber schon einige Sachen rausgeflogen die viele User tagtäglich genutzt haben. Auch ich vermisse schmerzlich die Filter-Funktion, mit der ich auf einer beliebigen Seite durch CTRL+F einen bestimmten Song suchen konnte – sehr praktisch wenn man lange Playlists oder Artists mit vielen Alben öffnet und ein bestimmtes Lied sucht.
Einzige Möglichkeit das Problem zu umgehen: Rollback der Version auf eine frühere. Aber leider kann man Spotify nicht am automatischen Update hindern, weder auf Windows noch unter OSX. Die findige Community hat also einen anderen Weg gesucht, dem Update einen Strich durch die Rechnung zu machen. Für Windows steht die Lösung hier:

Go to C:/Users//Appdata/Roaming/Spotify

1. Make a new empy text file
2. Name it Spotify_new.exe
3. Right click the file and make the file read only

1. Make a new empty text file
2. Name it Spotify_new.exe.sig
3. Right click the file and make the file read only

Gestern wollte sich dann mein iMac auf die neue 0.8.8 updaten. Also suchte ich nach einer Möglichkeit, auch unter OSX das Update zu verhindern. Allerdings gab es in dem Thread und nach kurzer Recherche im Netz dafür keinen Lösungsvorschlag. Also habe ich mal selbst geschaut, ob und wie denn unter OSX die Update-Files abgelegt werden. Und siehe da, man kann so ähnlich wie bei Windows vorgehen:

  1. Stelle zunächst sicher, dass die Version 0.8.8 noch nicht installiert ist.
  2. Wenn du die 0.8.5 (oder kleiner) installiert hast, gehe zum  ~/Library/-Ordner innerhalb deines Benutzer-Ordner.
    • (Wenn der Library-Ordner im Finder nicht zu sehen ist, diesen über das Terminal mit „open ~/Library/“ öffnen.)
  3. Navigiere zu: /Users/[DeinBenutzername]/Library/Application Support/Spotify
  4. In diesem Ordner musst du zwei Dateien mit „read-only“-Rechten (schreibgeschützt) anlegen:
    • Spotify_new.archive
    • Spotify_new.archive.sig
    • (Wenn die Files bereits existieren weil Spotify die bereits runtergeladen hat, einfach löschen.)
  5. Fertig! Spotify bleibt bei einem Neustart auf der bisherigen Version stehen.

Ich habe die Lösung dann auch gleich mit der Community geteilt. Bis diese also keine Entwarnung gibt (zumindest was die Features angeht, die ich vermisse) werde ich die Update-Sperre aktiv lassen und weiterhin die 0.8.5 verwenden.

rdio jetzt einen Monat kostenlos testen

Rdio bietet jetzt einen Monat Probeabo. Als sie im Januar in Deutschland gestartet sind, gab es nur eine Woche. Wer also rdio noch nicht getestet hat, sollte das jetzt mal nachholen. Man muss auch keine Kontodaten angeben. Die mobilen Apps k??nnen w??hrend des Tests verwendet werden. Vielleicht ist das eine Reaktion auf das Ger??cht, das Spotify noch im M??rz in Deutschland seinen Dienst freischaltet.

if this then that: ifttt.com verknüpft verschiedene Webdienste (2 Invites inside)

Ifttt

Vor einigen Tagen erhielt ich eine Einladung zum neuen Wundertool ifttt (if this then that). Das Tool ermöglicht das Verknüpfen verschiedner Webdienste wie Google Reader, Twitter, Facebook, Posterous, RSS-Feeds, Craigslist, Delicious, Evernote und viele mehr.

Nun bieten diese Services von Hause aus natürlich schon diverse Sharing-Möglichkeiten. Aber ifttt kann diese um einige Dimensionen erweitern. Es ist zum Beispiel nicht möglich, Google Reader Shares (Empfehlungen für Google Profile Follower mit Notes versehen) direkt an Twitter oder Facebook zu posten. Lediglich Buzz wird von Hause aus unterstützt. Mit ifttt kann ich nun einen Task anlegen, der jedes neue von mir geteilte Reader Item (if this) zur Laufzeit (derzeit alle 15 Minuten) an Twitter, Facebook oder sonst was sendet (then that). Das Besondere dabei: die Bedingungen des wann und was sind vielfach konfigurierbar. Im Folgenden mal ein kurzes Beispiel.

if this
Jeder Dienst bietet bestimmte „Trigger“. Bei Google Reader kann das ein shared, starred oder liked item sein. Für Twitter ist das ganze noch granularer. Hier können es Tweets von mir sein, oder Tweets von anderen die einen Link enthalten oder auch Tweets mit bestimmten Hashtags. Ich wähle einfach aus, für welche Bedingung ich eine Action definieren möchte.
Googlereader_to_twitter
then that
Die verfügbaren Action Fields sind an die Möglichkeiten des jeweiligen Dienstes gebunden. Auf Google Reader kann ich nur Feeds subscriben. Auf Facebook neben Status Posts auch Fotos veröffentlichen. Bei Twitter kann ich (natürlich) nur tweeten. Mein neues shared item aus Google Reader möchte ich jetzt auf Twitter veröffentlichen. Dabei kann ich dann das Format des Tweets definieren. Ich lege beispielsweise fest, ob mein Kommentar, der Autor-Name, das Datum des Feed-Posts oder dessen URL in dem Tweet enthalten sein sollen.
ifttt bietet viele Möglichkeiten an die man vielleicht zu Beginn noch gar nicht denkt. Ich bin gespannt welche Service in Zukunft noch dazu kommen werden und welche Bedingungen in Zukunft die Trigger beeinflussen können.
Für Interessierte habe ich jedenfalls ganze zwei Invites zu vergeben.