Die eigene Produktivität steigern

Immer wieder komme ich an einen Punkt, an dem ich denke, ich müsste meine Arbeitsweise umstellen um produktiver zu werden. Das betrifft hauptsächlich den Job, aber auch die Todos zu Hause. Regelmäßig habe ich das Gefühl, ich hätte nicht die wichtigen Dinge geschafft oder bin nicht fokussiert genug. In der Vergangenheit habe ich verschiedene Tools und Methoden ausprobiert um diesem Gefühl entgegen zu wirken. Das klappt zu Beginn auch immer ganz gut. Man muss sich nur zwingen diese Tools auch einzusetzen.

Ein Beispiel ist die Pomodoro-Technik (oder auch Tomato Timer). Hier startet man einen Timer der 25 Minuten läuft. Während dieser Zeit soll man fokussiert arbeiten und anschließend 5 Minuten Pause machen (und notieren was man in den 25 Minuten gemacht hat). Bei dieser Pause soll man auch mal aufstehen und den Arbeitsplatz verlassen, sodass man auch wirklich den Kopf frei bekommt.

Eine andere GTD-Technik (getting things done) ist das Inbox-Zero-Prinzip, bei dem man alle Mails, die man so im Laufe des Tages bekommt, sofort abarbeitet oder entsprechend für später einsortiert. Das habe ich gemacht. Hierbei habe ich Evernote einbezogen und nach der „Secret Weapon“-Methode eingesetzt. Das klappt ganz gut, nur leider habe ich hier ein riesiges Backlog angehäuft, welches sich mit der Methode auch nicht schneller abarbeiten lässt. Aber immerhin ist es gut geclustert. Die Inbox war jedenfalls seitdem immer leer!

Bei meiner Suche nach guten Pomodoro-Tools für den Desktop/Browser bin ich über einen anderen interessanten Artikel gestolpert. Hier werden vier weitere Techniken vorgestellt, die die Produktivität fördern sollen. Ich finde nicht alles davon ist praktikabel bzw. hilft bei meinem Problem die Arbeit zu organisieren, aber die Methoden „Don’t break the chain“ und die „Anti todo list“ möchte ich jetzt mal ausprobieren.

Als Tools zur konzentrierten Arbeit empfehle ich mytomatoes.com als Tomato-Timer und simplynoise.com, dessen Hintergrundrauschen meine Konzentration sehr gut fördert (besser als Musik, Bürolärm oder Stille, die ebenfalls ablenken kann).

Carsharing wartet weiter auf seinen Durchbruch

Gefühlt hätte ich erwartet, dass Carsharing derzeit ein Erfolgsmodell ist – bei so vielen Anbietern, die sich hier in Berlin tummeln. Aber der Schein trügt.

Zwar sagen die Experten für die kommenden Jahre Wachstum für die Carsharing-Anbieter in Deutschland voraus. “Die automobile Welt wird dadurch aber nicht entscheidend verändert”, prognostiziert Studienautor und BBE-Geschäftsführer Gerd Heinemann. “Die zum Teil erwarteten enormen Wachstumsraten lassen sich nicht realisieren.”

Rund eine Million Carsharing-Nutzer gibt es bislang in der Bundesrepublik. Das sind gerade 1,7 Prozent der Führerscheinbesitzer in Deutschland. Gut die Hälfte davon sind bei sogenannten FreeFloatern registriert, also bei Anbietern wie DriveNow oder Car2Go, deren Autos an jeder beliebigen Stelle in einer Stadt abgestellt werden können. Der Rest verteilt sich auf stationsbasierte Angebote wie Flinkster und Cambio, auf privates Carsharing über Anbieter wie Autonetzer oder Tamyca und schließlich auf Firmenfuhrparks wie zum Beispiel bei der Bundeswehr.

Interview mit @AnonyOps von Anonymous

Du versteckst dich, hoffst, dass dein Online-Anonymitäts-Streben funktioniert hat oder du schaust, dass du verdammt nochmal rauskommst aus dem Land – was ist, was ich tat. Ich bin verdammt nochmal raus. Ich hatte schon eine ganze Weile gewusst, dass es so enden würde. Anonymous hat das Gebäude verlassen, wie sich heruasstellte. Der Gedanke, zu gehen, hat mich für etwa ein Jahr beschäftigt. Und eine Art Flüchtling zu sein, ist nicht nur ein Rosengarten. Ich habe so viel aufgegeben: Mein Zuhause, Familie und Freunde. Aber ich habe gesehen, was meine Regierung mit Menschen macht, die geradeheraus sind, Menschen die „zu erfolgreich“ sind in ihrer Kritik.

Schau dir nur Julian Assange an, Bradley Manning, Thomas Drake, Hohn Kiriakou, Andrew Alan Escher Auernheimer, Jeremy Hammond, Barrett Brown … Leute WERDEN verfolgt, weil sie versuchen gegen das Regime aufzutreten. Ich musste gehen.

Die australische Bloggerin und Journalistin Asher Wolf hat über einen längeren Zeitraum ein Interview mit dem Betreiber des Twitter-Accounts @AnonyOps geführt. Heraus kam ein interessanter Einblick in die Beweggründe, warum der Aktivist der Gruppe beigetreten ist, warum er die USA verlassen hat und wie er sich fühlt, wenn man ihn einen „Terroristen“ nennt.

Das Interview gibt es in deutscher Fassung bei futurezone.

das ARD radiofeature – Norwegens Stunde Null

Am 22. Juli 2011 hatte Anders Behring Breivik zunächst im Regierungsviertel von Oslo eine Bombe gezündet, acht Menschen getötet und anschließend auf der Insel Utöya 69 Jugendliche in ihrem Sommerlager erschossen. Ist Breivik ein wahnsinniger Einzelgänger oder ist seine Tat Ausdruck für einen neuen aggressiven Nationalismus und Fremdenhass in der norwegischen Gesellschaft, in der Gleichheit, Toleranz und Offenheit gefördert werden? Breivik war Mitglied einer rechtspopulistischen Partei, die seit Jahren in Norwegen an Einfluss gewinnt.

Das Feature lässt Opfer zu Wort kommen und liefert einen Eindruck, wie die Ereignisse abgelaufen sind. Besonders erschütternd fand ich die Tagebuch-Auszüge des Täters, die großtenteils total absurd klingen.

Hier geht es zum Archiv des Radiofeatures.

Wladimir Kaminer über Berlin, Parkplätze und Gentrifizierung

Eine Weltstadt ist etwas Gro??es, das sich als etwas ganz Kleines,D??rfliches nach au??en zeigt. Ich habe ja jederzeit die M??glichkeit, nachWestberlin zu gehen. Oder wenn meine Tochter nach ihren Lieblingsbands inder Zeitung schaut und sagt: “Papa: Zitadelle, Zitadelle. Warst du schonmal in der Zitadelle?” Ich wei??, die gibt es irgendwo und da spielenlustige Bands. Das ist doch wunderbar. Man muss nicht alles mitmachen. InK??ln zum Beispiel kann man sich vorm Karneval nicht sch??tzen, genauso wenigin M??nchen vorm Oktoberfest. Und hier k??nnen Dutzende Oktoberfestegleichzeitig stattfinden und kein Mensch wird es merken. Nur an denParkpl??tzen.

Ich mag Wladimir Kaminer.