Winterurlaub – Damals war’s

Ich kann mich noch gut an einen familiären Winterurlaub in Schmiedefeld am Rennsteig erinnern. Muss so 1987 oder 88 gewesen sein. Ich habe damals Skifahren gelernt. Und in meiner Erinnerung ging es am letzten Kurstag in die Loipe mit anschließender “Abfahrt” – früher wirkte es jedenfalls so auf mich. Es war letztendlich ein seichtes Gefälle den Rennsteig entlang zurück zum Hotel. Allerdings durchaus mit dem Anspruch den ein oder anderen unterwegs zu überholen. Am Zielpunkt gab es Tee und einen silbernen Schneeflocke-Pin zum an die Mütze heften (den hab ich heute noch irgendwo).

Woran ich mich aber auch immer wieder gerne erinnere, ist das abendliche Spielen am Teleautomaten im Foyer des FDGB-Ferienheims. Da konnte man auf Luftballons schießen, Hase und Wolf spielen oder einen Hirsch jagen. Jedenfalls habe ich mich daran immer gern erinnert. Ich war damals 6 oder 7 Jahre alt – die Spiele konnte ich im Laufe der Jahre nicht mehr wirklich gedanklich rekonstruieren.

image

Bis heute! Denn Ormus verweist auf die Seite Polyplay, die sich das gleichnamige Gerät zum Thema nimmt. Dabei handelt es sich um den Spielautomaten der DDR, der mit mehreren Minispielchen ausgestattet war. Hase und Wolf ist dabei ein Pacmen-Klon. Empfehlenswert sind auf jeden Fall das Autorennen oder auch das Schmetterling-Fangen. Und das Beste: alle Spiele lassen sich auf der Seite auswählen und spielen! Sofort fühle ich mich in die Zeit zurück versetzt, als ich mit wachen Augen wie gefesselt auf den Bildschirm starrte.

Jedem das Seine

Verdammte Axt, langsam wird es lächerlich. „Jedem das Seine!“. Ein Spruch, der vor mehr als 2000 Jahren von einem Philosophen geprägt wurde.

[Cato] wollte damit eine positive Nachricht verbreiten, nach dem Motto: Jeder Mensch soll sein Leben so gestalten können, wie er es möchte.

Dummerweise konnten es die Nazis nicht lassen, diesen Spruch zu missbrauchen. Er stand am Tor des KZ Buchenwald. In Deutschland heißt das, wann immer der Spruch verwendet wird ist Kritik angebracht. So auch bei einer Werbeaktion von Tchibo und Esso, die nun gestoppt wurde:

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, sagte der Zeitung, das Plakat sei entweder eine „nicht zu überbietende Geschmacklosigkeit“ oder ein Beispiel „totaler Geschichtsunkenntnis“.

Ein Spruch, der 2000 Jahre was positives bedeutete, darf also in Deutschland nicht mehr verwendet werden. Der Zentralrat will das so.

Filmtipp: You Kill Me

Ich habe den Film hauptsächlich wegen der Besetzung ausgeliehen. Ben Kingsley und Téa Leoni gehen bei mir immer! Schön, dass der Film dann genau meinen Geschmack getroffen hat. Ich liebe diesen rabenschwarzen Humor, der dazu auch noch dermaßen kaltschnäuzig von Kingsley und Leoni vorgetragen wird.

Die Story ist nicht der Reißer: Alkoholiker versucht von der Sucht loszukommen während seine "Familie" im fernen Buffalo von der Konkurrenz verdrängt wird. Die Art und Weise, wie das ganze dann aber ausgeschmückt wird und wie sich nahezu alle Charaktere auf gleicher Augenhöhe befinden (z.B. Doris, die Bestatterin, die Frank ein ums andere Mal Paroli bieten kann) ist sehr unterhaltsam.

http://www.youtube.com/watch?v=VNA8gDMmBU0&hl=en

Der im Making-Of beschworene Spaß, den angeblich alle bei den Dreharbeiten hatten, ist den Figuren anzumerken. Eine tolle Gangsterkomödie in der Dennis Farina nahezu das gleiche Arschloch spielt, wie in "Schnappt Shorty".

Windows Live Writer und WordPress

Seitdem ich vor ein paar Tagen einige Programme deinstalliert habe, funktioniert Blogdesk nicht mehr. Ein guter Grund mal dem Windows Live Writer nach einem halben Jahr wieder eine Chance zu geben. Zunächst habe ich geschaut, ob es denn ein paar praktische Neuerungen gibt. Und wie es der Zufall so will, ist vor einem halben Monat eine neue Beta-Version erschienen, die eine wichtige Neuerung für mich enthält: search-as-you-type-Tagging.

image 

Bisher konnte es in Windows Live Writer schnell passieren, dass man einen neuen Tag generiert, obwohl man eigentlich einen existierenden verwenden wollte (zum Beispiel “videos” statt “video”, oder “film” statt “kino”). Mit dem neuen Feature kann ich sofort beim tippen sehen, welche Tags mit den bisher eigegebenen Buchstaben verfügbar sind. Und was das beste ist: zusammen mit dem Kategorie-Feld sind die Tags nun direkt sichtbar, ohne erst auf F2 klicken zu müssen.

Damit dieses Feature funktioniert, musste ich allerdings zuerst auf WordPress 2.7 updaten. Da das letzte Update (auf 2.6) ein paar Probleme machte, habe ich mich bisher davor gesträubt. Klappte aber dieses Mal fehlerfrei.