Videobilder statischer Szenen qualitativ verbessern und manipulieren

Seit einiger Zeit gibt es die Technik für Fotografien, dass ein Bild von einem Objekt, auf dem zu viele Menschen Weg stehen, aus mehreren Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten rekonstruiert werden kann. Die Personen werden heraus gerechnet.

Das geht nun auch mit Videos. An der Universität von Washington hat man ein Verfahren entwickelt, mit dem Videos inhaltlich und damit qualitativ verändert werden können. Bisher funktioniert das Ganze nur mit statischen Objekten bei bewegeter Kamera.

Aber bereits das ist beeindruckend. Überbelichtete Szenen können durch die Synchronisation der Bildinhalte mit (richtig belichteten) Fotoaufnahmen verbessert werden. Da diese Aufnahmen eine höhere Auflösung besitzen, ist ein nachträgliches Zoomen in die Videoszene möglich, ohne Qualitätsverlust gegenüber dem Originalvideo (wo der nachträgliche Zoom zu Unschärfe führt). Objekte können aber auch aus der ganzen Szene entfernt werden, wie der Screenshot zeigt.

videoenhance

Reflektionen können entfernt werden, wenn die Bereiche markiert werden. Partielle Bildbearbeitung ist dabei ebenso denkbar – z.B. die Farbe von aus Bildbereichen entziehen, oder die Inhalte dieser Bereiche austauschen. Was mit der Software möglich ist, zeigt dieses beeindruckende Video.

Using Photographs to Enhance Videos of a Static Scene from pro on Vimeo.

(via neuderdings)

Ubiquity – Launcher für das Social Web

Die Firefox-Erweiterung Ubiquity von den Mozilla Labs ist in einer frühen 0.1 Alpha veröffentlicht worden. Das Tool ermöglicht es, mittels Keywords Befehle auszuführen, die von Webdiensten wie Amazon, Twitter oder Google Maps bereitgestellt werden.

Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Wer die Launcher für Windows (Launchy) oder Mac (Quicksilver) benutzt weiß wie’s geht. Mit einer Tastenkombination die Kommandozeile öffnen und anschließend einen Befehl eingeben (entweder Programmnamen oder Kürzel wie „run“, „search“ und so weiter). Ubiquity macht das im Netz – und verknüpft die Dinge neu.

Es werden nicht einfach Seiten geöffnet: man kann Inhalte lesen, senden, durchsuchen – ohne die gewünschte Web-Applikation öffnen zu müssen. Nach dem Aufrufen des Ubiquity-Fensters mit „Ctrl+Space“ erscheint das Eingabefenster und man kann mit „twitter textnachricht“ die „textnachricht“ an twitter senden, oder den aktuell markierten Text mit „translate“ übersetzen. Das ganze basiert auf Javascript – könnte man also als Bookmarklet-Greasemonkey-Mashup bezeichnen. Erweiterbar ist das ganze natürlich auch, sodass zunehmen Befehlsskripte für alles mögliche entstehen. Zum Beispiel für identi.ca, wie folgender Screenshot zeigt.

Bild

Aber genug der Worte, viel besser erklärt das ein Tutorial-Video von Mozilla.

Ubiquity for Firefox from Aza Raskin on Vimeo.

(via RSS Blogger)

Sideblog integriert

Ich habe mal wieder etwas umkonzipiert.

Seit ein paar Monaten habe ich ein Tumble-Blog geführt, welches ich für all die Kleinigkeiten (Videos, Zitate, Links, Fotos) vorgesehen hatte. Das war auch eine prima Sache, doch hatte ich eigentlich vorgehabt, es irgendwie in meinen tomblog-Feed einzubinden. Plugins dafür gibt es aber offensichtlich nicht, weswegen ich, trotz der Einbindung in der Sidebar, wohl kaum jemanden meiner Feedleser (eine kleine überschaubare Menge 😉 damit erreicht habe.

sideblogWordPress bietet seit einiger Zeit eine ähnliche Bookmarklet-Funktion. Mit dieser läßt sich praktisch ein Tumble-Blog in WordPress führen. Und das versuche ich seit einigen Tagen umzusetzen. Dazu habe ich eine Kategorie angelegt, in die sämtliche Quickposts (die sonst bei Tumblr landen würden) rein kommen. Jetzt erreiche ich auch die Feedleser. Die Kategorie selbst wird, ob ihrer Eigenart als Sideblog, nicht auf der Startseite eingebunden. Für eine geeignete Übersicht nutze ich die Tag-Anzeige. Dazu folge man bitte dem Link unter „Sideblog“ in der Sidebar.

Ich hoffe ich halte das Konzept jetzt eine Weile durch. Alles zentral an einem Ort zu haben macht schon Sinn, anstatt die wenigen Inhalte, die man liefert, auch noch über mehrere Blogs zu verteilen.

Die Fünf Filmfreunde haben „Dark Knight“ gesehen

Nanu, Dark Night ist wohl doch nicht die Offenbahrung. Ändert aber nichts daran, ihn mir zeitnah anzusehen:

Die traurigste Erkenntnis ist vielleicht die, dass “Dark Knight” genau das mit Batman macht, was “Casino Royal” mit James Bond macht: Er entmystifiziert die Figur. Er macht sie kleiner, belangloser. Zu einem Jack-Bauer Abklatsch, der stoisch seinen Job macht, für den der Zweck die Mittel heiligt, der mechanisch und emotionslos dem Terror den Garaus machen will.
[…]
Nolan entzaubert Batman. Das macht er sehr gekonnt und liefert dabei einen sehr ordentlichen und unterhaltsamen Film ab. Doch ohne Geheimnisse ist Batman nur ein weiterer Actionheld – und ohne einen cleveren Gegner wie den Joker, wäre er eigentlich ziemlich fade.

Dark Knight – Die Fünf Filmfreunde.