Prism und Greasemonkey

Im Oktober stellte Mozilla ihr Projekt Prism vor. Eine Anwendung, mit deren Hilfe aus ganz normalen Webanwendungen, wie Gmail, Google Reader oder Facebook, Desktopanwendungen erstellt werden können. Im Grunde ist Prism ein „nacktes“ Firefox-Grundgerüst – ohne Schnickschnack. Bis jetzt werden offiziell auch noch keine Extensions unterstützt. Das hat aber zur Folge, dass viele Firefox-Poweruser mit Prism wenig anfangen können, da sie ihre Greasemonkey-Skripte nicht geladen bekommen (und z.B. Gmail nicht ihren Wünschen anpassen können). Aber selbstverständlich gibt es doch einen Weg, wie man Greasemonkey auf die Prism-Applikation anwenden kann.

Fündig geworden bin ich im Prism-Forum bei den Mozilla-Labs. Zwar gibt es einen Weg Firefox-Extensions in Prism zu installieren (siehe auch Kommentare im Link – Stichwort DOM-Inspector), doch braucht man die Greasemonkey-Erweiterung für die Anpassung der Seiten gar nicht. Folgt man den Beispielen im oben genannten Forum und der Scripting-Anleitung zu Prism, sollte in Nullkommanix die Webanwendung mit zugehörigem GM-Skript laufen.

Das Userscript packt man einfach in eine function xyz{} und ruft diese mit der startup-Funktion auf (im Wiki erklärt). Zum Vergleich einfach mal die Beispiel-Anwendung aus dem Forum runterladen (reply 6) und die webapp.js anschauen (Paste&Copy ist dein Freund). Das so modifzierte Greasemonkey-Skript einfach als webapp.js in den jeweiligen Webapp-Ordner schieben – fertig.

Wer mag, kann sich auch mein webapp.js für Deezer.com runterladen und mit dem Original-Userscript vergleichen. Noch Adblock Plus dazu (wie hier geschildert) und Deezer ist wie für Prism gemacht.

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