Geotagging

Flickr hat in den letzten Jahren einen neuen Zeitvertreib begründet: Bilder taggen. Fotos werden dabei nicht mehr einer Kategorie zugeordnet, sondern bekommen eine Gruppe von Stickwörtern zugewiesen. Suchen und Finden soll dadurch erleichtert werden, Querverbindungen leichter realisierbar sein.

Zooomr, einer der ambitionierten Konkurrenten, ist vor einigen Wochen in die public beta Phase eingetreten. Hier ist von Anfang an eine neue Form des taggen möglich gewesen: geotagging. Hierbei werden die Fotos nicht schnöde mit Stichworten zugekleistert – hier wird dem Bild der Ort des Geschehens zugewiesen.

Jetzt hat flickr nachgezogen und geotagging ebenfalls integriert (Workarounds existierten vorher bereits). Thomas Hawk („Chief Evangelist“ von zooomr, was immer das für eine Position ist) hat diesen Dienst der Konkurrenz erfreulich objektiv getestet.

[tags]web2.0[/tags]

O2 Communication Center

Wie ich hier bereits schrieb, hat O2 im Laufe des August für seine Bestandskunden das neue Communication Center freigeschaltet. Ein Schwergewicht aus umfangreichen Email-Funktionalitäten, Adressbuch-Organisation, Kalender und Aufgabenplanung. Der Clou an der Sache ist die Möglichkeit mittels SyncML sein Mobiltelefon kostenlos (für ein Jahr) mit dem Dienst zu synchronisieren.

Doch bereits hier verliert O2 gegen meinen bisherigen Favoriten mobical. Wiederholungstermine und Aufgaben können zwischen O2 und meinem K750i nicht synchronisiert werden. Obwohl Notizen übertragen werden können, hat auch dies nicht bei mir geklappt. Bei mobical funktioniert das alles reibungslos. Auch die Kalenderfunktion ist etwas unübersichtlich gestaltet. Die Monatsansicht ist witzlos (bei jedem anderen Dienst werden so viele Termine wie möglich aufgeführt, bei O2 jedoch nur der Tag fett markiert). Eine Übersicht über die nächsten X Termine gibt es (noch) nicht. Eine kostenlose Geburtstag-Erinnerung per SMS ist zwar ganz nett, aber die meisten Handys, welche die Geburtstage in den Kontaktdaten speichern können, sind auch selbst in der Lage den Nutzer an selbigen zu erinnern.

Alles in allem ist das O2 Communication Center ein Schritt in die richtige Richtung. Wer aber den vollen Umfang nutzen und auf erprobte Zuverlässigkeit setzen möchte, sollte den ebenfalls kostenlosen Dienst von Mobical verwenden.

gmail statt googlemail

Wegen eines Rechtsstreits darf Gmail in Deutschland bekanntermaßen keine @gmail.com-Adressen mehr vergeben. Das ist natürlich schade, sieht @gmail.com doch knachiger aus als @googlemail.com, außerdem klingt es besser. Nun war es zwar schon immer möglich eine xyz@googlemail.com auch unter xyz@gmail.com zu erreichen, nur heißt der Absender halt immer xyz@googlemail.com. Jetzt kann man Jens‘ Verfahren zur Gmail-Umbenennung nutzen, müßte dabei allerdings ein „Phanton“-Postfach verwenden (jedenfalls hab ich das so verstanden). Oder man geht wie folgt vor, um sich eine echte @gmail.com-Adresse zu verschaffen:

1. Gmail-Einladung von @gmail.com aus erhalten (ich könnte da ein paar verschicken)
2. Link aus E-Mail im Browser öffnen
3. In Adresszeile hinten &gd=1 in &gd=0 ändern, noch nicht Enter drücken
4. Proxy einstellen. Gmail muss eine internationale Proxy-Adresse vorgekaukelt werden, damit die Herkunft aus Deutschland verschleiert wird. Proxys gibt es unter http://tools-on.net/ -> Privacy tools -> Recently checked anonymous proxy servers (unten)
5. Ob der Proxy auch funktioniert, kann man z.B. hier prüfen (Herkunftsland z.B. China oder Russland). Manchmal sind in paar Versuche notwendig, bis ein Server auch funktioniert. In der Regel ist das immer sehr langsam, also Geduld mitbringen.
6. Jetzt die Adresse im Browser bestätigen. (Denkt an das gd=0)
7. Es sollte jetzt @gmail.com hinter dem Eingabefeld angezeigt werden. Zur Sicherheit habe ich unter Location „United States“ gewählt.

Die Anleitung habe ich übrigens hier gefunden (Post 21).

[tags]google,web2.0[/tags]

Kostenlos telefonieren

PeterZahlt.de, von dem ich zum ersten Mal bei caschy erfahren habe, funktioniert tatsächlich tadellos. Kostenloses telefonieren von und in das deutsche und internationale Festnetz. Dabei wird die eigene und die Zielrufnummer in die Webseiten-Maske eingetragen. PeterZahlt ruft beide Teilnehmer anschließend an und verbindet diese. Die Sprachqualität ist besser als jedes VoIP-Angebot – klar, schließlich werden hier Festnetz-Leitungen verwendet. Und das ganz große Plus: auch die Verzögerung ist gewohnt niedrig, ganz im Gegensatz zur VoIP-Telefonie. Während der 30 Minuten maximaler Gesprächszeit (es kann beliebig oft erneut gewählt werden) muss allerdings die Internetverbindung fortwährend bestehen und der Browser im Vordergrund die Werbung anzeigen dürfen. Bei Internettarifen ohne Zeitabrechnung ein Klacks.

Fazit: großartig!

[tags]web2.0,kommunikation[/tags]

T-Com bettelt

Kommen die Kunden trotz 9,95 Angebot (Surfen+Telefonieren) etwa nicht in den Scharen (zurück) zum Ex-Monopolisten, wie sich das der Magenta-Riese erträumt hat? Anders kann ich es mir nicht erklären, dass man nun schon bei mir anruft, um zu erfahren, ob man immernoch an DSL interessiert sei. Immerhin habe ich doch vor einem Jahr den Verfügbarkeitscheck im Netz gemacht und doch tatsächlich nichts entsprechendes in die Wege geleitet.

Richtig Jungs, bei euch nicht. Dafür aber bei Alice.