Mauz

Die Kulleraugen kommen zurück: Puss in Boots bekommt seinen eigenen Film. Die Produktion soll Ende des Jahres beginnen. Neben Antonio Banderas soll auch Madonna eine Sprechrolle erhalten.
(Quelle cinefacts aka dvd-inside)

Hommingberger Gepardenforelle

Die c’t hat einen Wettbewerb um die vorderen Plätze für den Begriff „Hommingberger Gepardenforelle“ bei Google und Co. gestartet. Näheres unter folgender Adresse: http://www.heise.de/ct/SEO-Wettbewerb/

Ziel ist es, einen Einblick in die Rankingmechanismen der Suchdienste und aktuelle Trends der Optimierung -legitime wie unerwünschte – zu ermöglichen. Wer zu den Stichtagen 15.5. und 15.12. auf den vorderen Plätzen landet, der wird auf heise online veröffentlicht. Erfahren habe ich von dem Wettbewerb um das Fantasie-Tier (Hommingberger Gepardenforelle, Hommingberger Gepardenforelle, Hommingberger Gepardenforelle … 🙂 auf unblogbar.com – werde aber den Teufel tun und sie verlinken 😉

20cent kämpft erneut gegen BILD

Seit ein paar Tagen gibt es nun auch die 20cent im Saarland. Der Chefredakteur der „20cent Saar„, Peter-Stefan Herbst, war vorher mehrere Jahre für die Lausitzer Rundschau in Cottbus tätig. Vor einigen Monaten ist Herbst dann als Chefredakteur von der LR zur Saarbrücker Zeitung gewechselt, um auch dort u.a. die 20cent einzuführen. Die LR ist übrigens eine 100%ige Tochter der Saarbrücker Zeitung.

Schon vor gut einem Jahr wurde hier in Cottbus die 20cent auf den Markt gebracht (schon damals mit dem Hintergedanken in anderen Regionen bei Erfolg nachzuziehen). Auch hier hat Springer mit der BILD versucht, den Konkurrenten gar nicht erst groß werden zu lassen (mehrere Tage kostenlose Bild-Exemplare müllten den Briefkasten zu, Zeitungsspender an fast jeder Ecke die heute leer vor sich hin rosten, Abonnement-Möglichkeiten, eigener Cottbus-Teil in der Zeitung). Doch die 20cent hat sich etabliert. Vielleicht ein gutes Omen für die „20cent Saar“ der Bild zu trotzen.

ARD 1 : 0 ZDF

Was sollte das eigentlich. Zwei Sender planten gleichzeitig live von der Heirat in der englischen Königsfamilie zu berichten. Sprich: GEZ-Gelder eimerweise zum Fenster raus. ZDF hat nun als erster nachgegeben und kuscht.

Im Prinzip hatten sich ARD und ZDF erst Anfang dieses Jahres darauf verständigt, Großereignisse wie Adelshochzeiten besser abzustimmen. Schächter erklärte am Dienstag, die Zuschauer hätten kein Verständnis für eine parallele Übertragung desselben Ereignisses. Die Einsicht kommt spät, und der Großmut wirkt fehlplaziert, denn bereits die Planung der beiden Live-Sendungen von der Hochzeit, die ursprünglich am Freitag stattfinden sollte, dürfte beträchtliche Summen verschlungen haben – zu Lasten der Gebührenzahler.

Wiglaf Droste zieht vom Leder

Viel zum Papst-Hype der letzten Tage braucht man nicht mehr sagen, wenn man „Alles Papst oder was“ von Wiglaf Droste gelesen hat.

Was rissen sie sich alle die Beine aus, um beim römischen Todesmarathon vorn mit dabei zu sein. Der Herrscher der Gläubischen katholischen Zuschnitts hatte seinen letzten Furz gelassen, die mediale Welt nahm ihn voll auf Lunge und behauptete stolz, es handele sich um Weihrauch. Beschmiert und stinkend vor Dummheit standen die Medientrompeter da und dachten, sie verströmten die Aura von Pietät und Würde.

Die SZ zum Echo

Ein absolut großartiger Artikel ist mir dank nicorola ins Auge gefallen. „Blutwürste in Pelle“ bringt mit viel Sarkasmus den „Echo“ (und alles um ihn rum) auf den Punkt. Pflichtlektüre!

Natürlich gewinnt den ersten Echo Anastacia, sprich: anästeyischia. Ein blutleerer Brüllelefant. Röhrt wie ein Hirsch. Die Frau sieht aus wie 45, wie die dominante Mutter vom Wowereit, der wiederum wie 25 aussieht. Gott, was für ein Haufen!
[…]
Adam Green ist doch tatsächlich angereist. Ja, genau, der 23-jährige Superstar aus USA! Die heißeste Sache weltweit — aber er wird nicht erkannt, nicht beachtet. Kein Fotograf schreit. Und als dann doch alle schreien wie am Spieß, dreht sich Adam Green lächelnd zu der Meute und sieht, dass sie nicht ihn, sondern Jenny Elvers meinen, die hinter ihm steht.
[…]
Genau in dem Moment stirbt der Papst. Die Erlösung.

Und zur Aftershow-Party meint der Autor:

Keinerlei Jugend ist noch anwesend, das versteht sich ja von selbst. Buchhalter, angegraute Agenturleute, Werber, die Vertriebsmanager der Phono-Branche und so weiter. Auf wessen Kosten schlagen sich eigentlich all diese verbiesterten Büro-Gesichter die Bäuche voll? Etwa auf Kosten der Jugendlichen, die die CDs kaufen sollen? Brennt bloß schwarz weiter, Kinder!