Das Gesetz der Radiodynamik

Viele kennen das. Man hört ein dj-set beim Radiosender seines Vertrauens, hat aber schon den Schrank (die Festplatte) mit unzähligen Tapes (Files) zugemüllt und möchte nun einfach nur zuhören. Doch plötzlich kommt ein geiler Track nach dem anderen. „Hmm, mal den Rest aufnehmen“ dürfte der nächste Gedanke sein, wohl wissend, dass das bereits gehörte dennoch nicht wiederkehrt. Und was dann passiert (und ihr wißt was dann passiert), das hat Frank in physikalische Gesetze gepackt.

alternative formulierung des ersten gesetzes der radiodynamik: „je länger man über die anfertigung einer aufnahme nachgedacht hat, desto schneller wird daraufhin die musik scheiße.“

da klingelt’s in der Kasse

SpOn schreibt’s:

Universal Music [hat] über eine Million Euro mit den Musikrechten an den Klingeltönen verdient.

Und wie wir wissen, wird alles, mit dem man offenbar gerade Geld verdienen kann, bis zum Erbrechen ausgeschlachtet. Wie das beim Klingelton-Wahn aussehen kann, das hat Freakshow mal erörtert.

Mit der dazugehörigen Meldung, daß ab April die offiziellen Klingeltoncharts eingeführt werden, beschleicht mich das ungute Gefühl, daß die Musikindustrie soeben mit dem Schaufeln des eigenen Grabes fertig geworden ist. Hat ja auch lang genug gedauert…

Wunschdenken

Johnny von Spreeblick darf zur Zeit bei IT&W gastbloggen – und zwar über Mobiltelefone und ihre (fehlenden) „F’s“: Form, Funktion, Flatrate.
In seinem neuesten Beitrag fragt er, warum unsere Handies nichts sinnvolles und brauchbares können und gibt ausserdem ein paar Anregungen.

universelle TV-Fernbedienung… location based Multiplayer-Games… Videorekorder anrufen um in Abwesenheit zur Aufnahme zu bewegen… Bluetooth-Box als GPS-Empfänger im Auto in Kombination mit meinem Handy… etc

Steve Blame über das Musikfernsehen

bei Tonspion gibt es ein Interview mit Steve Blame, MTV-News-Mann der frühen 90er und ehemaliger VIVA2-Programmdirekter.

Wenn nur die sehr jungen Zuschauer angesprochen werden, können nur die sehr Jungen zuschauen. Das ist die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Die Sender sehen die Teenager als ihre Zielgruppe, also schauen nur Teenager ihre Sendungen und dann sagt man sich: wir sollten die Teenager noch gezielter ansprechen. Wenn sie sich dazu entschließen würden, auch ältere Zuschauer anzusprechen, würden sie diese auch erreichen.

(via nicorola)

Schmidt in der Welt am Sonntag

Harald Schmidt im WamS-Interview.
Kurzer Auszug:

Was fanden Sie zuletzt gut?

Schmidt: Toll fand ich die neue Show von Christian Ulmen, „Mein neuer Freund“, in der er in unterschiedlichen Rollen die Leute nervt. Die ist von der Quote schlecht gestartet und vielleicht auch zu hart für die deutsche Zuschauerseele. Aber ich habe sehr gelacht.

Wir haben gehört, daß dessen Show nach der ersten Folge abgesetzt wird!

Schmidt: Sehen Sie, ich könnte den Fernsehbossen ganz viel Geld sparen: Wenn ich eine Sendung toll finde, wird sie – was die Quote angeht – garantiert ein Flop. Ulmen finde ich super, prompt wird er abgesetzt. Wenn ich zu entscheiden hätte, dann gäbe es im deutschen Fernsehen praktisch kein Programm mehr.

Warum die Blogger Schuld an der schlechten Welt sind…

Irgendwie hat es medienrauschen geahnt. Mit Vorsicht (hier und hier) sollten wir die Ankündigung, Planetopia (Sat.1) würde über Weblogs berichten, genießen.

Ob sich die werten Blogger mit Ihrer Kamerashow einen Gefallen haben bleibt bei Planetopia zumindest bis Sonntag vorerst fraglich…

und

Die nächste Stufe kommt voraussichtlich am Sonntag: Dann will laut Informationen von blogbar.de das Sat.1 “Wissensmagazin” Planetopia dem Thema Weblogs ein paar Sendeminuten im deutschen Fernsehen schenken. Ob das ein Grund zur Freude ist?

Sie sollten recht behalten. Johnny (Spreeblick), Jörg (Schockwellenreiter) und Meike (Girl vom Mars) wagten den Versuch, die Bloggerszene (und den Sinn ihrer Existenz) zu erklären – doch irgendwie schien ihnen keiner zugehört zu haben. Wer es verpasst hat, sollte mal bei wirres vorbeischauen und sich den Mitschnitt besorgen. Und einen Audiofile mit den Fragen an Johnny gibt es hier.
Planetopia Lügt
Zusammenfassung
Wie es war, was gedacht wird und sonst noch ist