Beschränkte Flutberichte

Die taz möchte uns bewußt machen, dass die Fernsehbilder und Berichte der Flutkatastrophe durchaus nicht das ganze Ausmaß widerspiegeln.

Auch die Bilder der aktuellen Flutkatastrophe kommen fast
nur aus solchen Regionen, die für Kamerateams überhaupt zugänglich sind
und wo viele westliche Touristen zu Opfern wurden. Diese sind aber
vielleicht gar nicht am schwersten betroffen. […] Zum anderen
konzentrieren sich viele Medien in ihrer Bildberichterstattung auf das
Leid verhältnismäßig weniger Touristen und vergessen dabei zehntausende
einheimische Opfer.

Es dringt aber auch erst langsam ins Bewusstsein, dass es
auf den indischen Andamanen und Nikobaren sowie in Somalia Opfer gab.
[…] Damals standen die CNN-Kameras schon am Strand, als die
US-Landungsboote eintrafen. Jetzt dagegen gibt es von denselben
Stränden, die auch von der Flutwelle betroffen sind, überhaupt keine
Bilder.

Das Politmagazin mit menschlichem Antlitz

Schmidt is back. 5,24 Mio sahen die erste Sendung (das berichtet DWDL).
Ich zähle ebenfalls zu diesen 5,24 Mio – und ich habe mich köstlich
amüsiert. In meinen Augen ist Schmidt nicht der Gralshüter des guten
Geschmacks oder der Heilsbringer, wie er von den Medien in seiner
Abwesenheit dargestellt wurde. (dazu die FAZ):

Etwa dreißig Journalisten verfolgten die Schmidt-Premiere
auf Fernsehapparaten im zugigen Foyer der Produktionsfirma Bonito und
wissen: Sollte der Kahn sinken, sie sitzen mit ihm Boot. Die Medien und
vor allem die Feuilletons waren es ja, die ihn spätestens mit seinem
angekündigten Abschied von Sat.1 zum Heilsbringer erklärten, ohne den
das Land dem Untergang geweiht sei, zum einzigen Rettungsanker in den
furchtbaren Fluten des Flachsinnfernsehens.

Er ist einfach ein hervorragender Alleinunterhalter mit
Niveau. Was es sonst noch zu diesem gelungenen Comeback zu sagen gibt,
steht auf diesen Seiten:
FAZ – Der Bart des Propheten
DWDL – Spitzenquote für Harald Schmidt
DWDL – Bilder der ersten Sendung
DWDL – Die besten Sprüche der ersten Sendung
FAZ – Schmidt macht den Uefa-Cup attraktiv

Laßt euch nicht verarschen…

Die Media Markt-Spots sollten fast jedem (zumindest vom Hörensagen) bekannt sein. In der FAZ wurde das Thema der offensiveren Reklame (nicht nur bei Media Markt) am Montag unter dem Titel „Mit der Bitte um Beachtung
behandelt. Darin wurde unter anderem Volker Nickel, Sprecher des
Deutschen Werberates, zitiert, dass sich „Ein Teil des Publikums massiv
darüber ärgere“. Doch das ist durchaus erwünscht:

Durch die lautstarken Diskussionen, die sie entfacht, hat
die Kampagne bereits eines ihrer Ziele erreicht: Sie bekommt
Aufmerksamkeit, man spricht über sie. […] So lassen sich die
Werbetreibenden viel einfallen, um von den Kunden überhaupt
wahrgenommen zu werden. Sixt läßt auf seinen Plakaten die Natur kotzen,
weil nun Geländewagen für alle zu mieten sind. Und um das angeblich
wertvollste Olivenöl der Welt bekannt zu machen, wurden sogar
Obdachlose mit Pappschildern als Werbeträger eingesetzt. […] „Wenn
sie ein sehr junges Publikum ansprechen soll und nur die über
fünfzigjährigen sich daran stoßen, kann es sein, daß die Kampagne genau
ihren Sinn erfüllt.“

Bye bye, „Sex And The City“

Mit einer Spitzen-Quote
verabschiedet sich „Sex And The City“ aus dem deutschen Fernsehen
(zumindest als Erstaustrahlung). Insgesamt 4,05 Mio sahen die letzte
Folge, die (auch meiner Meinung nach) eine unwürdige Final-Folge war.
Auf Krampf wurden viele Handlungen in die letzte Folge gepresst, mit
denen man locker über mehrere Folgen gekommen wäre. Außerdem fehlten
die, für SATC so typischen, Schnittpunkte der Handlungsstränge.
Parallel fanden alle in 30 Minuten ihr Glück. Ein etwas fades Ende. Die
dümliche SATC-Gala drumrum habe ich mir gleich erspart. Um zu erfahren,
wie Chris Noth (Mr. Big) über die Serie denkt, sollte man einfach das hier lesen (via medienrauschen).

Jamba, und kein Ende

Es fing harmlos an. Wie ich schon erwähnte, gab es am 12.12. auf Spreeblick den Jamba-Kurs, eine witzig anmutende Geschichte über die Geschäftsgebahren des Klingelton-Anbieters.
Doch das ganze wurde zum Selbstläufer. Eh ich aber alles wiederkäue, hier mal einige Links, die das ganze Thema beleuchten:
agenturblog – PR Gau bei Jamba?
PR Blogger – Jamba III: Friendly Fire
Notizen aus der Provinz – Lehren aus der Jamba-Story – für Blogger und Unternehmen
Schließlich hat auch Johnny von Spreeblick das ganze nach den neuen Erkenntnissen kommentiert:

Es ist mir komplett egal, wieviel Geld ein Klingelton
kostet, wieviel Klingeltöne in einem Abo enthalten sind, ob das billig
oder teuer ist. Ich habe nicht über den Klingelton an sich geschrieben.
Ich habe über eine von mehreren Firmen und deren Verkaufsmethoden
geschrieben, die ich für moralisch absolut nicht vertretbar halte, da
ich der Meinung bin, dass sie gezielt und wissentlich so verwirrend wie
möglich gestaltet sind und vor allem auf eine minderjährige Klientel
ausgerichtet sind. Mein Blog, meine Meinung. Take it or leave it.

Und in diesem Artikel schreibt Johnny:

Ich bin in der Tat gestern nachmittag sehr freundlich von
Jamba zu einem Firmenrundgang eingeladen worden, wofür ich mich
ebenfalls freundlich bedankt habe. Ob ich die Einladung annehmen werde,
weiß ich noch nicht, denn ehrlich gesagt interessiert mich Jamba „von
innen“ nicht so sehr, ich habe ja aus gutem Grund über Jamba „von
außen“ geschrieben.

„Haste mal ’ne PSP?“

Die PSP von Sony hatte heute ihren offiziellen Verkaufsstart in Japan.
Doch wie befürchtet, reichten die ersten Lieferungen nicht lange,
sodass die Handheld-Konsole, laut diesem golem-Artikel,
bereits ausverkauft ist. Aufgrund der knappen Liefermengen, bekam jeder
nur eine. Das führte wohl dazu, dass sogar Obdachlose bezahlt wurden,
um sich für den Kauf einer PSP anzustellen.