Der Mann, der die Musikindustrie zu Fall brachte

In der Zeit, als Napster und Warez-Sites in voller Blüte standen, war es insbesondere ein Mann, der eine unglaubliche Menge Musik vor offizieller Veröffentlichung in die Filesharing-Szene einkippte. Dell Glover.

Stephen Witt, der Autor des Buches “How Music Got Free”, hat im New Yorker eine Geschichte dazu publiziert, wie Dell Glover dazu kam, 20.000 Alben zu leaken.

Kali would track the release dates of upcoming albums and tell Glover which material he was interested in. Glover would acquire smuggled CDs from the plant. He would then rip the leaked CDs to the MP3 format and, using encrypted channels, send them to Kali’s home computer. Kali packaged the MP3s according to the Scene’s exacting technical standards and released them to its topsites.

(via nicorola)

Bluetooth Codec apt-X auf Mac OS X aktivieren

Wer zu Hause auch gern mal unkompliziert Musik vom Computer oder Smartphone auf die gute Wohnzimmer-Anlage (sowas gibt es in Zeiten von Sonos und Co. immernoch!) bringen möchte, der könnte auf Bluetooth zurück greifen. Nur leider kommt die Musik hier ziemlich matschig auf der Anlage an. Ein Codec namens apt-X schafft hier Abhilfe. Er komprimiert die Audioinformation stärker, sodass trotzdem eine hohe Übertragungsqualität gegeben ist. Bedingung: Sender und Empfänger müssen diesen Codec unterstützen.

An meiner Anlage hängt ein Bluetooth Receiver von Philips, der für wenig Geld apt-X-Empfang ermöglicht. Am Mac und an den Smartphones/Tablets habe ich bisher zum Senden immer einen BT-Adapter von Jaybird angesteckt. Aber zumindest mein iMac unterstützt bereits von Hause aus den Codec, was ich nicht wusste.

Besteht eine BT-Audioverbindung, kann man bei gedrückter Option-Taste auf das BT-Symbol in der Menüleiste von OS X klicken und erfährt beim Mouseover auf den Receiver, welcher Codec aktiv ist. Entweder ist es SBC (der Standard, also der stark verlustbehaftete), oder eben apt-X. Normalerweise erhält man apt-X am iMac nur, wenn die Audioverbindung hergestellt wird, nachdem maximal ein anderes Gerät verbunden ist. In der Praxis sind oft Tastatur und Maus (oder Trackpad) bereits als Eingabegeräte verbunden. Die Audioverbindung kommt dann als drittes dazu und erhält nur SBC-Support.

Einfache Lösung:

  1. Tastatur trennen
  2. Audioverbindung trennen (SBC)
  3. Audioverbindung herstellen (apt-X)
  4. Tastatur verbinden

Je nach Empfänger kann man den Codec nur sehen, wenn auch Musik aktiv übertragen wird. Also zum Test Wiedergabe starten und bei gedrückter Option-Taste das BT-Menü öffnen. Da sollte jetzt apt-X stehen.

Dauerhafte Lösung:
Um sich diese umständliche Prozedur (nicht wirklich umständlich, aber lästig) zu sparen, kann man auch mit Hilfe eines Apple-Developer-Tools die apt-X-Verbindung erzwingen. Dazu muss man den Bluetooth-Explorer (nach kurzer kostenloser Developer-Registrierung) runterladen und unter “Tools” -> “Audio Options” den Haken bei Force use of apt-X setzen:

Bluetooth Explorer

Fertig. Egal in welcher Reihenfolge nun die BT-Geräte verbunden werden, die Audioverbindung wird in apt-X aufgebaut. Alles, wie gesagt, unter der Voraussetzung, dass der Empfänger den Codec unterstützt. Eine Liste der unterstützenden Geräte findet man hier.

Dan Gillmor über seine Gründe, warum er lieber auf Community-Technologie setzt, statt auf Apple, Google und Microsoft

Control is moving back to the center, where powerful companies and governments are creating choke points. They are using those choke points to destroy our privacy, limit our freedom of expression, and lock down culture and commerce. Too often, we give them our permission—trading liberty for convenience—but a lot of this is being done without our knowledge, much less permission.

(via Jolla Blog)

OS X Yosemite – Verhalten des grünen Buttons ändern

Seit OS X 10.10 ist die Funktion des grünen Buttons in der Titelleiste eines jeden Fensters geändert worden. Statt das Fenster auf Content-Größe anzupassen wird nun in den Vollbild-Modus gewechselt. Ich fand diesen schon immer nutzlos und die Animation dorthin dauert immer ewig. Ich will das alte Verhalten wieder haben. Zwar kann man die Titelleiste des Fensters doppelt anklicken oder die ALT-Taste gedrückt halten (wenn man auf grün klickt), aber das ist nicht das selbe.

Eine Lösung des Problems ist mittels des kostenlosen BetterTouchTools möglich. Wie das geht, steht hier.

Nebenbei bringt das Tool auch gleich das Window-Snapping mit, was bei Windows Vista erstmals zu sehen war. Das benutze ich täglich um Browser und Finder oder andere Fenster nebeneinander zu positionieren. Diese Funktion habe ich bisher mit Spectacle nachgerüstet, aber zwei reduntante Tools muss ich nicht permanent laufen haben.

Die eigene Produktivität steigern

Immer wieder komme ich an einen Punkt, an dem ich denke, ich müsste meine Arbeitsweise umstellen um produktiver zu werden. Das betrifft hauptsächlich den Job, aber auch die Todos zu Hause. Regelmäßig habe ich das Gefühl, ich hätte nicht die wichtigen Dinge geschafft oder bin nicht fokussiert genug. In der Vergangenheit habe ich verschiedene Tools und Methoden ausprobiert um diesem Gefühl entgegen zu wirken. Das klappt zu Beginn auch immer ganz gut. Man muss sich nur zwingen diese Tools auch einzusetzen.

Ein Beispiel ist die Pomodoro-Technik (oder auch Tomato Timer). Hier startet man einen Timer der 25 Minuten läuft. Während dieser Zeit soll man fokussiert arbeiten und anschließend 5 Minuten Pause machen (und notieren was man in den 25 Minuten gemacht hat). Bei dieser Pause soll man auch mal aufstehen und den Arbeitsplatz verlassen, sodass man auch wirklich den Kopf frei bekommt.

Eine andere GTD-Technik (getting things done) ist das Inbox-Zero-Prinzip, bei dem man alle Mails, die man so im Laufe des Tages bekommt, sofort abarbeitet oder entsprechend für später einsortiert. Das habe ich gemacht. Hierbei habe ich Evernote einbezogen und nach der “Secret Weapon”-Methode eingesetzt. Das klappt ganz gut, nur leider habe ich hier ein riesiges Backlog angehäuft, welches sich mit der Methode auch nicht schneller abarbeiten lässt. Aber immerhin ist es gut geclustert. Die Inbox war jedenfalls seitdem immer leer!

Bei meiner Suche nach guten Pomodoro-Tools für den Desktop/Browser bin ich über einen anderen interessanten Artikel gestolpert. Hier werden vier weitere Techniken vorgestellt, die die Produktivität fördern sollen. Ich finde nicht alles davon ist praktikabel bzw. hilft bei meinem Problem die Arbeit zu organisieren, aber die Methoden “Don’t break the chain” und die “Anti todo list” möchte ich jetzt mal ausprobieren.

Als Tools zur konzentrierten Arbeit empfehle ich mytomatoes.com als Tomato-Timer und simplynoise.com, dessen Hintergrundrauschen meine Konzentration sehr gut fördert (besser als Musik, Bürolärm oder Stille, die ebenfalls ablenken kann).

Transparent

Nachdem “Transparent” bei den diesjährigen Golden Globes als beste Serie (Comedy or Musical) ausgezeichnet wurde und darüber hinaus den “Best Actor”-Award bekommen hat, musste ich mal reinschauen. Am Anfang fand ich das Tempo etwas zäh. Aber die Charaktere sind so kompliziert, das muss man dem Zuschauer erst mal nahe bringen. Irgendwann ab Folge 4 oder so hat Geschichte um Familie Pfefferman gepackt. Der Witz kommt sehr subtil rüber und die Dramaelemente überwiegen streckenweise, aber es ist toll erzählt und man fühlt mit den Figuren mit.